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Klaus Jäger
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Eva Schinnerer erhält ERC Advanced Grant im Umfang von 2.5 Mio Euro

18. Oktober 2016

Eva Schinnerer, Wissenschaftlerin in der MPIA-Abteilung Galaxien und Kosmologie, hat einen mit 2.495 Mio Euro dotierten ERC Advanced Grant erhalten. Der Titel des ERC-Projekts ist „Die Physik der Sternentstehung und ihre Regulierung“ und Beobachtungen mit dem Atacama Large Millimeter Array (ALMA) werden darin eine besondere Rolle spielen.  

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Eva Schinnerer

Um die Bildung und Entwicklung des Universums zu verstehen, müssen Bedingungen, Effizienz und Regulierungsmechanismen der Sternentstehung in Galaxien genau erforscht werden. Für ein konsistentes Bild muss dies über mehrere Größenordnungen hinweg erfolgen – von lokalen Sternentstehungsgebieten in unserer eigenen Milchstraße bis hin zu kosmologischen Skalen über eine Vielzahl von Galaxien und lange Zeiträume hinweg. Im Rahmen einer internationalen Kollaboration sollen dazu insbesondere detaillierte Beobachtungen naher Spiralgalaxien mit ALMA und tiefe Beobachtungen des COSMOS Deep Field miteinander kombiniert werden. Gerade das neue ALMA-Observatorium erlaubt einen ausgezeichneten Einblick in die Eigenschaften von Molekülwolken, die ja das Ausgangsmaterial für neue Sterne sind.

Das European Research Council (der Europäische Forschungsrat) hat für dieses Projekt nun 2.495 Millionen Euro bereitgestellt, Die umfangreichen Mittel ermöglichen u.a. die Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus mehreren Postdocs, deren Aufbau in diesem Monat beginnt und die eng mit der derzeitigen Gruppe von Frau Schinnerer zusammenarbeiten wird. Der ERC bietet verschiedene Förderprogramme im Rahmen seines Programms an. Für alle Förderanträge gilt, dass sie die herausragende Bedeutung der beantragten Projekte sowie die Exzellenz der beteiligten Wissenschaftler belegen müssen.

Eva Schinnerer arbeitete zwischen 1995 und 1999 zunächst am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching in der Gruppe von Reinhard Genzel und erwarb ihren Doktortitel 1999 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Danach forschte sie in den USA als Postdoc am California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena und am National Radio Astronomy Observatory (NRAO) in Socorro.  Seit 2004 ist sie als Staff Scientist am MPIA in Heidelberg und leitet dort eine Gruppe aus drei Postdocs und fünf Doktoranden.

 
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