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Euclid-Instrument NISP besteht erfolgreich den Critical Design Review

14. Dezember 2016

Das NISP-Instrument, das derzeit unter Beteiligung des MPIA für die Kosmologie-Mission Euclid der ESA entwickelt wird, hat den Critical Design Review – die kritische Überprüfung des Projektentwurfs durch ein ESA-Gremium - erfolgreich bestanden. Damit wurde bestätigt, dass das Gesamtdesign den Anforderungen für den Start der Mission entspricht. Somit hat jetzt alle Flug-Hardware grünes Licht für den Bau und die  Lieferung des Instruments an die ESA in etwa zwei Jahren.

Gegenwärtig geplantes Design des Euclid-Weltraumteleskops Bild vergrößern
Gegenwärtig geplantes Design des Euclid-Weltraumteleskops

Euclid ist eine sechs Jahre dauernde Satellitenmission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), die im Jahr 2020 gestartet werden soll. Der Euclid-Satellit besteht hauptsächlich aus einem Spiegelteleskop mit einem 1,2 m großen Primärspiegel und zwei Instrumenten, VIS und NISP, für die simultane Beobachtung im sichtbaren Licht (VIS, Bilder) und Nahinfrarot (NISP, Bilder und Spektren).

Das wichtigste wissenschaftliche Ziel ist, die Entfernungen und die morphologischen Strukturen von Galaxien bis zu Rotverschiebungen von z ~ 2 mit einer Überdeckung von mindestens 40 Prozent des Himmels zu untersuchen. Die riesige Datenmenge hilft den Astronomen, die Geometrie und großräumige Struktur des Universums auf kosmologischen Skalen abzubilden und die Natur der geheimnisvollen dunklen Materie und der dunklen Energie zu bestimmen und deren Einfluss auf die Entwicklung der Galaxien und des Universums als Ganzem zu untersuchen. Dies wird durch Millionen von Spektren und Bilder von Milliarden von Galaxien möglich sein.

NISP Testfilter mit 40 bis 140mm Durchmesser Bild vergrößern
NISP Testfilter mit 40 bis 140mm Durchmesser

Das MPIA unterstützt NISP und die Euklid-Mission durch verschiedene Beiträge zur Hardware und den wissenschaftlichen Projekten. Eine besondere Herausforderung ist die Entwicklung von drei Nah-Infrarot-Filtern mit einem Durchmesser von 130 mm - größer als jede Art von Filtern, die zuvor bei einer Astronomie-Mission ins All geschickt wurde. Weitere zentrale Aufgaben sind die Entwicklung des Lampensystems zur Kalibration inklusive spezifischer Infrarot-LEDs, die Koordination der Instrumentenkalibration, Simulationen zum Instrument, instrumentenspezifische wissenschaftliche Aufgaben und astronomische Forschungsprojekte.

Derzeit besteht das MPIA Euclid-Team aus

Modell der Kalibrationsquelle für Euclid Bild vergrößern
Modell der Kalibrationsquelle für Euclid
  • Knud Jahnke (Local Project Lead / NISP-P Instrument Scientist),
  • Felix Hormuth (Local Project Manager / Hardware Engineering),
  • Gregor Seidel (NISP-P Image Simulation),
  • Stefanie Wachter (Euclid Calibration Working Group Lead / NISP-P Calibration Lead) und
  • Hans-Walter Rix (Euclid Board Member and Euclid Science Team member).

Vier Mitglieder werden vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert.

Das internationale Euclid Scientific Consortium (EC) wird von Yannick Mellier (IAP, Frankreich) geleitet und umfasst rund 1150 Wissenschaftler und Ingenieure aus 14 Ländern.

 
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