Roelin-Preis

Hanno und Ruth Roelin-Preis
für Wissenschaftspublizistik


Mit diesem Preis werden Wissenschaftler und Wissenschaftspublizisten ausgezeichnet, die neue Erkenntnisse aus der Astronomie und Weltraumforschung einer breiteren Öffentlichkeit besonders erfolgreich vermittelt haben. Es können auch in didaktisch-pädagogischer Absicht verfasste Darstellungen ausgezeichnet werden. Es sind Publikationen aller Art zugelassen (Druck, Rundfunk, Fernsehen, Internet ...).

Der Preis wird vom Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg etwa alle zwei Jahre vergeben. In der Jury, die zu jeder Preisverleihung neu einberufen wird, sind sowohl Wissenschaftler als auch Wissenschaftspublizisten vertreten. Im Jahr 2009 betrug das Preisgeld 3000 Euro.



Preisträger 2009:

Der Hanno und Ruth Roelin-Preis wurde auf der Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft in Potsdam am 22. September 2009 zum dritten Mal vergeben. Der neue Preisträger ist:

Ulf von Rauchhaupt

Mit dieser Entscheidung ehrt die Jury den umfangreichen astronomischen Teil seiner publizistischen Arbeit, insbesondere seine Berichterstattung in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dort schreibt von Rauchhaupt oft umfassende Darstellungen über Themen aus der aktuellen astronomischen Forschung, und zwar in einer lebhaften, einprägsamen und unterhaltenden Art. Mit der innigen Verbindung aus fachlicher und journalistischer Kompetenz, die er in seiner Arbeit herstellt, vermittelt er - jenseits von Übertreibung und Sensationsmacherei - die Faszination unserer schönen Wissenschaft und ihrer nach wie vor andauernden, rasanten Entwicklung.

Ulf von Rauchhaupt (45) studierte Physik und Philosophie und forschte von 1992 bis 1998 am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching, wo er 1997 über Radiohalos in Galaxienhaufen promovierte. Nach einer Hospitanz im Wissenschaftsressort der ZEIT und zwei Jahren als Reimar Lüst Research Fellow am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin war er zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Museum in München.
  Ulf von Rauchhaupt

Ulf von Rauchhaupt, Wissenschaftsredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

2001 trat er in die Feuilletonredaktion der F.A.Z. ein. 2002 wurde er mit dem Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet, 2006 mit dem Journalistenpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Er ist Autor von „Wittgensteins Klarinette. Gegenwart und Zukunft des Wissens" (Berliner Taschenbuch Verlag 2005) und von „Der neunte Kontinent. Die wissenschaftliche Eroberung des Mars" (S. Fischer Verlag 2009).



Frühere Preisträger



Verantwortlich: Jakob Staude
Letzte Änderung: 23. September 2009