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Annalisa Pillepich gewinnt den Golden Spike Award

14. Oktober 2019

Annalisa Pillepich, Gruppenleiterin in der Abteilung Galaxien und Kosmologie des Max-Planck-Instituts für Astronomie, hat den "Goldenen Spike Award" des Höchstleistungs-Rechenzentrums Stuttgart (HLRS) gewonnen. Der Preis zeichnet jedes Jahr die drei besten Projekte aus, die auf den Computern des Zentrums Rechnungen durchgeführt haben. Pillepich gewann den Preis zusammen mit ihrem Kollegen Dylan Nelson vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching für das TNG50-Projekt: eine hochauflösende Simulation der Galaxienentwicklung vom Urknall bis heute.

Drei Gewinner des diesjährigen HLRS Golden Spike Award, von links: Thomas Kuhn, Konstantin Fröhlich und Annalisa Pillepich Bild vergrößern
Drei Gewinner des diesjährigen HLRS Golden Spike Award, von links: Thomas Kuhn, Konstantin Fröhlich und Annalisa Pillepich

Wann immer für eine Simulation oder eine anspruchsvolle Datenanalyse eine besonders aufwändige Berechnung auf einem Hochleistungs-Computercluster durchgeführt wird, sehen die Betreiber dabei in ihren Statistiken einen Spike, eine Spitze ­– ein Maximum der aktuellen Nutzung von Computerressourcen. Mit dem "Golden Spike Award" würdigt das Höchstleistungs-Rechenzentrum Stuttgart seit 1998 besonders ambitionierte und erfolgreiche Projekte, die auf den Computern des Zentrums laufen.

In diesem Jahr geht eine der drei Auszeichnungen an die beiden Leiter*innen (Co-PIs) des TNG50-Projekts: Annalisa Pillepich, Gruppenleiterin in der Abteilung Galaxien und Kosmologie am Max-Planck-Institut für Astronomie, und ihren Kollegen Dylan Nelson vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Ihre TNG50-Simulation hat die Entwicklung der Galaxien von den Anfängen kurz nach der heißen Urknallphase vor 13,8 Milliarden Jahren bis heute nachgezeichnet. Dazu mussten 16320 unabhängige Prozessoren (Rechenkerne) mehr als ein Jahr lang rund um die Uhr laufen, mit insgesamt mehr als 130 Millionen Prozessorstunden. TNG50 ist Teil der kosmologischen Simulationen des Projekts The Next Generation Illustris (IllustrisTNG) und ist die erste Simulation, die ein derart großes Raumvolumen (das robuste statistische Schlussfolgerungen ermöglicht) mit einer hohen Detailgenauigkeit verbindet.

Das HLRS wurde 1996 als erstes deutsches Höchstleistungs-Rechenzentrum (High Performance Computing, HPC) gegründet. Es handelt sich um eine an die Universität Stuttgart angeschlossene Forschungs- und Serviceeinrichtung, die Dienstleistungen für akademische Anwender sowie für die Industrie anbietet. Das TNG50-Projekt hatte sich bei HLRS um Zeit auf dem Supercomputer Hazel Hen beworben, einer Cray XC40 mit 7712 Knoten und insgesamt 185.088 Kernen, die für die TNG50-Berechnungen besonders geeignet war.

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