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Bergemann, Maria
Maria Bergemann
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Markus Pössel
Leiter, HdA und Leiter, MPIA-Öffentlichkeitsarbeit
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Wissenschaftliches Filmprojekt holt farbenfroh die Sterne vom Himmel

"Das Universum so sehen wie die Astronomen" - das verspricht ein Filmprojekt von Astronomen und Filmemachern, das sich zum Ziel gesetzt hat, neue Entdeckungen zu Natur und Eigenschaften der Sterne direkt in die Öffentlichkeit zu bringen.

28. September 2015

Sternspektren - regenbogenartige Zerlegungen des Sternenlichts, hier für den Stern Mu Leonis - spielen in den Filmen eine wichtige Rolle. Bild vergrößern
Sternspektren - regenbogenartige Zerlegungen des Sternenlichts, hier für den Stern Mu Leonis - spielen in den Filmen eine wichtige Rolle. [weniger]

Wissenschaftliche Konferenzen sind Marktplätze der Ideen und damit wichtige Treiber von wissenschaftlichem Fortschritt und Innovation. Doch üblicherweise finden solche Konferenzen hinter verschlossenen Türen statt, und die Wissenschaftler bleiben unter sich. Die Konferenz "Frontiers of Stellar Spectroscopy", die Heidelberger Astronomen Anfang 2015 war eine Ausnahme: Dort hatten sich Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA), des Zentrums für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH), dem Sonderforschungsbereich 881 "Das Milchstraßensystem" und des Hauses der Astronomie (HdA) sowie Kollegen von der Universität Cambridge mit professionellen Filmemachern und mit Studenten der Universität Heidelberg zusammengetan, um einen Film über die neuesten Entdeckungen über Planeten, Sterne und die Milchstraße zu produzieren - und ihre Wissenschaft damit direkt in die Öffentlichkeit zu tragen.

Der Film handelt von den Sternen im Universum und deren Rolle für Entstehung und Entwicklung des Lebens, als Zentralsterne für Systeme von Exoplaneten und als Bausteine von Galaxien wie unserer Milchstraße. Projektleiterin Maria Bergemann (MPIA) erklärt: ""In unseren Filmen gehen wir einigen der Schlüsselfragen unserer Existenz nach. In den Worten von Carl Sagen: Wir bestehen aus Sternenstaub. Die chemischen Elemente, aus denen unsere Körper bestehen, wurden in Sternen produziert. Wenn wir unsere eigene Herkunft verstehen wollen, müssen wir zuerst die Chemie der Sterne verstehen. Zentralsterne sind außerdem notwendig für die Enstehung von Leben wie wir es kennen in entfernten Planetensystemen. Sind bewohnbare Planeten wie die Erde allgegenwärtig oder die große Ausnahem? Diese Frage können wir nur beantworten, wenn wir mehr über die Sterne in unserer Galaxis wissen."

Vorderansicht der zweisprachigen DVD, auf denen der Film verteilt wird. Zusätzlich ist der Film online verfügbar. Bild vergrößern
Vorderansicht der zweisprachigen DVD, auf denen der Film verteilt wird. Zusätzlich ist der Film online verfügbar.

Der Film besteht aus sieben kurzen Episoden die online verfügbar sind (YouTube und Vimeo) und zudem in Form einer zweisprachigen (deutsch/englisch) DVD vorliegen, die kostenlos abgegeben werden. Finanziell unterstützt wurde der Film vom Sonderforschungsbereich 881 "Das Milchstraßensystem" an der Universität Heidelberg, von der Max-Planck-Gesellschaft und vom Max-Planck-Institut für Astronomie.

Bergemann sagt weiter: "Wir wollen, dass Menschen jeden Alters unsere Filme ansehen. Für unsere Zuschauer zwischen 6 und 10 Jahren haben wir daher zusätzlich noch zwei Animationsfilme produziert, die erklären, was ein Stern überhaupt ist."

Eine Reihe wichtiger Fragen zur Chemie der Sterne und zu lebensfreundlichen Bedingungen in anderen Planetensystemen lassen sich erst in unserer Zeit beantworten: Dazu werden die heutigen bodengebundenen Riesenteleskope der 10-Meter-Klasse benötigt, fortschrittliche Computertechnik für Simulationen und Weltraummission wie der 2013 gestartete Gaia-Satellit. Die Filme gehen auf diese neuen Techniken ebenso ein wie auf die menschliche Seite der Astronomie.

Weitere Informationen sind zugänglich unter:

http://www.mpia.de/entdecke-unser-universum

 
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