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Nadine Neumayer
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Nadine Neumayer leitet neue Lise-Meitner-Gruppe am MPIA

16. Juni 2020

Nadine Neumayer wurde im Rahmen des Lise-Meitner Exzellenzprogramms der Max-Planck-Gesellschaft als Lise-Meitner Gruppenleiterin ans Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg berufen. Zuletzt leitete sie bereits eine Max-Planck Forschungsgruppe in der Abteilung ‚Galaxien und Kosmologie‘ von Hans-Walter Rix am MPIA. Nadine Neumayer initiiert und leitet Forschungsprojekte, die der Frage nachgehen, wie supermassereiche schwarze Löcher entstehen und welche Rolle sie für die Entwicklung von Galaxien spielen.

Dr. Nadine Neumayer, Leiterin der neuen Lise Meitner Gruppe "Galactic Nuclei" Bild vergrößern

Dr. Nadine Neumayer, Leiterin der neuen Lise Meitner Gruppe "Galactic Nuclei"

Bereits vor mehr als einem halben Jahrhundert ging man davon aus, dass supermassereiche Schwarze Löcher die Quelle der enormen Leuchtkraft der recht exotischen aktiven Galaxien und Quasare sind. Als einziger effizienter physikalischer Mechanismus für die enorme Emission von Strahlung über das gesamte elektromagnetische Spektrum kam eigentlich nur die Akkretion von Materie auf supermassereiche Schwarze Löcher in Frage.
Eine große Überraschung war dann die Entdeckung, dass viele normale Galaxien ebenfalls solche Schwarzen Löcher in ihren Zentren beherbergen - sogar unsere Heimatgalaxie, das Milchstraßensystem. Seitdem ist die Frage, wie fundamental solche Schwarzen Löcher für die Entwicklung von Galaxien sind, zu einem der wichtigsten Themen in der Astrophysik geworden.

Um die Fragen zu beantworten, wie supermassereiche Schwarze Löcher entstehen und ob alle Galaxien zentrale Schwarze Löcher besitzen, erforscht Nadine Neumayer mit ihrer Forschungsgruppe systematisch diejenigen Galaxien, die sich in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. Sie untersucht, an welchem Punkt in der Entwicklung einer Galaxie ein massereiches Schwarzes Loch in ihrem Zentrum entsteht und welche Bedingungen dafür notwendig sind.

Ich möchte herausfinden, wie supermassereiche schwarze Löcher entstehen, und welchen Einfluss sie auf die Entwicklung des Universums haben. Es begeistert mich, über diese Fragen nachdenken zu können, Wissen zu schaffen und dieses Wissen weiter zu vermitteln. Es ist großartig in einem Team von engagierten und talentierten Forscher*innen zu arbeiten um physikalische Modelle zu entwickeln, die helfen die Entstehung und Entwicklung von schwarzen Löchern zu untersuchen“, sagt Nadine Neumayer, Leiterin der neuen Lise-Meitner Gruppe „Galaxienzentren“ am MPIA.

Nadine Neumayer ist Astrophysikerin und arbeitet an der Schnittstelle von Beobachtung und Datenmodellierung. Sie studierte Physik, Astronomie und Mathematik an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg und der University of Cambridge. Während ihrer Doktorarbeit arbeitete sie bereits am MPIA. Danach forschte sie an der Europäischen Südsternwarte und der TU München und wurde für ihre wissenschaftlichen Leistungen bereits mehrfach ausgezeichnet.

Das Lise-Meitner-Exzellenzprogramm der Max-Planck-Gesellschaft

Im Jahr 2018 von der Max-Planck-Gesellschaft ins Leben gerufen, zielt das Lise-Meitner-Exzellenzprogramm darauf ab, herausragende Wissenschaftlerinnen zu gewinnen und ihnen eine chancengerechte Karriere zu ermöglichen. Das Programm will hochmotivierte und engagierte Wissenschaftlerinnen in der Durchbruchphase ihrer Karriere identifizieren und diesen Forscherinnen eine strukturierte Entwicklung ermöglichen, um Führungspositionen in der Wissenschaft und insbesondere in der Max-Planck-Gesellschaft zu besetzen.

Zukünftige Stars der Wissenschaft

Jede Wissenschaftlerin, die im Rahmen des Lise-Meitner-Exzellenzprogramms ausgewählt wird, erhält das Angebot, an einem Tenure-Track-Verfahren teilzunehmen, das – nach einem positiven Votum der Tenure-Kommission – zu einer dauerhaften W2-Stelle mit Gruppenausstattung führt. Mehr noch: Mit dem Programm spricht die Max-Planck-Gesellschaft die künftigen Stars eines Forschungsfeldes an – in einem sehr frühen Stadium ihrer Wissenschaftskarriere. Erfolgreiche Forscherinnen haben anschließend auch eine weitere Chance, Direktorin an einem Max-Planck-Institut zu werden.

Lise Meitner Gruppe "Galaxienzentren" am MPIA

Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG)

Informationen zum Lise Meitner Programm der MPG

 
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