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Ehrendoktorwürde der Universität Lund für Thomas Henning

11. Februar 2020

Prof. Dr. Thomas Henning, Direktor der Abteilung Planeten- und Sternentstehung am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg, ist mit der Ehrendoktorwürde der wissenschaftlichen Fakultät der schwedischen Universität Lund ausgezeichnet worden.

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Prof. Dr. Thomas Henning

In ihrer Presseinformation hob die Universität Lund besonders hervor, dass Thomas Henning „durch fortschrittliche Beobachtungen ... der Welt ein besseres Verständnis für die Entstehung von Sternen und Planeten gegeben“ hat. Die Universität bezieht sich dabei auf das Wirken Hennings in sehr vielen verschiedenen Bereichen in diesem modernen Forschungsfeld. Dieses reicht von Untersuchungen in Laborexperimenten zur Klärung des Einflusses von Staubpartikeln auf die Bildung von Sternen und Planeten bis hin zur direkten Beobachtung von jungen Planeten außerhalb des Sonnensystems (Exoplaneten) oder der Analyse des kalten, molekularen Gases in Sternentstehungsgebieten unseres Milchstraßensystems.

Dabei weist die Universität Lund auch besonders darauf hin, dass die Basis solcher Beobachtungen eine Reihe von bahnbrechenden Beobachtungsinstrumenten ist, für deren Entwicklung und Bau der Preisträger selbst verantwortlich zeichnete oder an denen er maßgeblich beteiligt war.

Thomas Henning ist seit 2001 Direktor am MPIA und leitet die Abteilung Planeten- und Sternentstehung (PSF) sowie eine Laborastrophysikgruppe in Jena. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Entstehung massereicher Sterne in der Milchstraße, die Beobachtung und physikalische Modellierung von planetenbildenden Scheiben um sehr junge Sterne, die Suche nach Exoplaneten und ihre Charakterisierung, aber auch die Analyse der physikalischen und chemischen Eigenschaften des interstellaren Mediums (Gas und Staub).

Thomas Henning rief zudem vor etwa fünf Jahren die Heidelberg Initiative for the Origins of Life (HIFOL) ins Leben und wird im Frühjahr dieses Jahres dazu neue Labore am MPIA in Heidelberg eröffnen. Im Jahr 2018 erhielt er zudem einen millionenschweren „Advanced Grant“ des europäischen Forschungsrates (European Research Council – ERC) für seine Forschungen.

Thomas Henning wird anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde am 28. Mai 2020 auch eine öffentliche Vorlesung an der Universität Lund halten.


Pressemitteilung der Universität Lund (engl.)


 
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