Mentoring

Am MPIA gibt es die Beratungskommission für Doktoranden (PhD advisory committee, PAC). Die Beratungskommission begleitet MPIA-Doktoranden bei ihrer Doktorarbeit, informiert sich regelmäßig über die Fortschritte der Arbeit und soll den Doktoranden dabei unterstützen, die Forschung für seine Arbeit erfolgreich zu Ende zu führen.

Jeder Postdoc ist einem Betreuer, in der Regel dem Forschungsgruppenleiter, zugeordnet. Postdocs forschen im Rahmen der Forschungsprogramme des Instituts selbstständig unter der Leitung ihrer Vorgesetzten. Dies schließt wissenschaftliche Zusammenarbeit ein, aus der gemeinsame Publikationen hervorgehen können. Der Grad der Selbstständigkeit hängt von Forschungsfeld und individueller Erfahrung ab, steigt in der Regel mit der Seniorität und kann auch die Einwerbung von eigenen Drittmitteln umfassen. Die Max-Planck-Gesellschaft fördert die Qualifizierung ihrer Postdocs nachdrücklich. Dies betrifft vor allem die individuelle wissenschaftliche Entwicklung; zum Beispiel durch Unterstützung von selbstständiger Forschung und Übertragen von Verantwortung. Ebenso wichtig sind in dieser Karrierephase Transparenz über die erwarteten Forschungsleistungen, Unterstützung beim Erreichen selbstgesetzter Qualifikationsziele sowie regelmäßige Beratung bei der persönlichen Karriereplanung. Diese Beratung schließt Karrierewege in der Wissenschaft ebenso wie berufliche Perspektiven außerhalb der akademischen Forschung ein.

Um junge Wissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in Leitungspositionen in der Wissenschaft zu unterstützen, werden sie durch Fort- und Weiterbildungsangebote, durch Veranstaltungen, die eine Netzwerkbildung unterstützen, und durch Mentorinnen und Mentoren, die auf allen Karrierestufen als Ratgeber zur Verfügung stehen, bestmöglich auf Leitungspositionen in der Wissenschaft vorbereitet.

Dabei ist das seit 2001 bestehende Mentoring-Programm der Max-Planck-Gesellschaft Minerva FemmeNet für Nachwuchswissenschaftlerinnen hilfreich, welches 2009 fest institutionalisiert und weiterentwickelt wurde. Das Netzwerk steht (Nachwuchs-) Wissenschaftlerinnen – von der Diplomandin bis zur Juniorprofessorin – aller Sektionen und Institute der Max-Planck-Gesellschaft sowie den Alumnae offen. Im Jahre 2013 beteiligten sich mehr als 300 Mentorinnen und über 390 Mentees am Netzwerk. Besonders auf Seiten der Mentees ist die Nachfrage nach den Angeboten des Programms weiterhin groß. Das Programm basiert auf drei Säulen:

  • Auf einer 1:1-Mentoringkooperation zwischen jeweils einer Mentee und einer Mentorin,
  • auf einem Trainingsangebot mit deutsch- und englischsprachigen Workshops und Seminaren und
  • auf der Vernetzung von Wissenschaftlerinnen untereinander.

Die Mentees und Mentorinnen bei Minerva-FemmeNet sind Wissenschaftlerinnen oder ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von inzwischen über 70 Instituten. Aktive und ehemalige Mentorinnen und Mentees, mehrere Max-Planck-Direktorinnen und Direktoren sowie viele Alumni der Max-Planck-Gesellschaft stehen zur Verfügung.

Neben dem MPG-Programm Minerva FemmeNet bestehen zusätzliche regionale Mentoring-Netzwerke: Zwei universitätsübergreifende in Hessen (MentorinnenNetzwerk und SciMento-hessenweit) sowie ein universitätsübergreifendes Netzwerk in Baden-Württemberg (MuT – Mentoring und Training: Programme zur berufsbegleitenden Unterstützung und Förderung von hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen, speziell Postdocs und Habilitandinnen).

 
Zur Redakteursansicht
loading content