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Klaus Jäger
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Auszeichnungen der Astronomischen Gesellschaft für Paola Pinilla und Anna-Christina Eilers

22. September 2020

Im Rahmen ihrer Jahrestagung 2020 hat die Astronomische Gesellschaft (AG) Paola Pinilla vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) mit dem renommierten Ludwig-Biermann-Förderpreis ausgezeichnet.  Anna-Christina Eilers - bis 2020 ebenfalls am MPIA, nun als NASA Hubble Fellow am Massachusetts Institute of Technology (MIT) - erhielt mit dem Promotionspreis der AG eine weitere Auszeichnung für Ihre Doktorarbeit.

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Paola Pinilla

Traditionell zeichnet die Astronomische Gesellschaft auf Ihrer Jahrestagung im Herbst herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Astronomie aus. Einer der renommiertesten Preise ist der Ludwig-Biermann-Förderpreis für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen- und Wissenschaftler.  Bestandteil der Auszeichnung ist die Finanzierung eines Aufenthalts an einer durch die Preisträger zu wählenden wissenschaftlichen Institution.
Paola Pinilla überzeugte die Gutachter mit ihren exzellenten Arbeiten zur Erforschung der Gasscheiben um junge Sterne. Teil ihrer Untersuchungen ist die numerische Simulation des Verhaltens von Staubteilchen in diesen Scheiben. Damit trägt Paola Pinilla ganz wesentlich zum Verständnis der Planetenentstehung bei, denn genau diese Staubteilchen stellen das „Baumaterial“ künftiger Planeten dar.
Paola Pinilla wurde 2018 mit dem renommierten Sofja-Kovalevskaja-Preis der Humboldt-Stiftung ausgezeichnet und baute damit Ihre Forschungsgruppe am MPIA auf. Zuvor forschte Sie in Leiden und am Steward Observatory, nachdem sie bereits während Ihrer Promotionszeit in Heidelberg aktiv war.

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Anna-Christina Eilers

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Anna-Christina Eilers, die am MPIA bzw. an der Universität Heidelberg promovierte und seit 2020 nun als NASA Hubble Fellow am Massachusetts Institute of Technology (MIT)) forscht. Sie erhält den Promotionspreis, mit dem die AG herausragende Doktorarbeiten prämiert. Im Rahmen dieser Arbeit entwickelte Anna-Christina Eilers u.a. eine neue Methode zur Schätzung der Lebensdauer von Quasaren, die letztlich auch die Massenzunahme dieser bemerkenswerten Objekte bestimmt. Das Quasar-Phänomen entsteht durch extrem massereiche schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien, die durch das Aufsammeln von Materie in ihrer Umgebung gigantische Leuchtkräfte erzeugen.
Für Ihre Dissertation wurde Anna-Christina Eilers bereits zuvor mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft, dem Doktorandenpreis der Internationalen Astronomischen Union, dem Heraeus-Doktorandenpreis und dem Ernst-Patzer-Preis des MPIA ausgezeichnet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Astronomischen Gesellschaft (AG).

 
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