Gaia stellt scharf

6. Februar 2014

Wie die ESA bekannt gab, werden die Teleskope des Durchmusterungssatelliten Gaia jetzt fokussiert. Gaia war im Dezember 2013 gestartet und kreist nun um den Lagrangepunkt L2, in einem Abstand von 1,5 Millionen Kilometern von der Erde.
Gaias Testbild des jungen Sternhaufens NGC1818 in der Großen Magellanschen Wolke. Das abgebildete Himmelsareal entspricht rund einem sechzigstel der scheinbaren Größe des Vollmonds am Himmel. Die Verzerrung der Sternscheibchen ist ein Nebeneffekts des bei Gaia eingesetzten ungewöhnlichen optischen Systems, das für Gaias hochpräzise Positionsmessungen optimiert ist (rechteckige Spiegel und langgestreckte Pixel). Bild vergrößern
Gaias Testbild des jungen Sternhaufens NGC1818 in der Großen Magellanschen Wolke. Das abgebildete Himmelsareal entspricht rund einem sechzigstel der scheinbaren Größe des Vollmonds am Himmel. Die Verzerrung der Sternscheibchen ist ein Nebeneffekts des bei Gaia eingesetzten ungewöhnlichen optischen Systems, das für Gaias hochpräzise Positionsmessungen optimiert ist (rechteckige Spiegel und langgestreckte Pixel).

Das jetzt von der ESA veröffentlichte Bild wurde während der Inbetriebnahme des Satelliten aufgenommen. Es zeigt den jungen Sternhaufen NGC1818 in der Großen Magellanschen Wolke und entspricht weniger als einem Prozent von Gaias Blickfeld. Das Bild wurde in einem Testmodus aufgenommen und ist eines von nur wenigen richtigen Bildern, die Gaia liefern wird – Gaias Hauptaufgabe, die der Satellit in einigen Monaten angehen soll, werden präzise Vermessungen der Positionen von rund einer Milliarde Sterne am Himmel sein, die über fünf Jahre hinweg durchgeführt werden. Gaia wird außerdem wichtige Eigenschaften jedes der Sterne bestimmen, wie Helligkeit, Temperatur und chemische Zusammensetzung.

Die Gaia-Gruppe am Max-Planck-Institut für Astronomie, die von Coryn Bailer-Jones geleitet wird, spielt bei der Bestimmung von astrophysikalischen Parametern aus den Gaia-Daten eine Schlüsselrolle. Dabei kommt maßgeschneiderte Klassifikations-Software zum Einsatz.

Weitere Informationen:

Gaia-Seiten der ESA (auf englisch)

Gaias Testbild des jungen Sternhaufens NGC1818 in der Großen Magellanschen Wolke. Das abgebildete Himmelsareal entspricht rund einem sechzigstel der scheinbaren Größe des Vollmonds am Himmel. Die Verzerrung der Sternscheibchen ist ein Nebeneffekts des bei Gaia eingesetzten ungewöhnlichen optischen Systems, das für Gaias hochpräzise Positionsmessungen optimiert ist (rechteckige Spiegel und langgestreckte Pixel).

Unterschiedliche Versionen dieses Bildes zum Download

 
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