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Klaus Jäger
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Erstes Licht für LINC-NIRVANA-Pathfinder – mit adaptiver Optik!

30. November 2013

Am 17. November konnte erstmals das LINC-NIRVANA-Pathfinder-Instrument erfolgreich am Large Binocular Telescope in Arizona getestet werden. Dabei gelang nicht nur die erste Beobachtung eines Himmelsobjekts – das sogenannte »First Light« – sondern auch die Inbetriebnahme des Regelkreises der adaptiven Optik.
Abbildung 1: Das Pathfinder-Team kurz nach Aufnahme der ersten gelungenen Daten.
Abbildung 1: Das Pathfinder-Team kurz nach Aufnahme der ersten gelungenen Daten.
Abbildung 2: Bild des Sterns Epsilon Aurigae – ohne Aktivierung der adaptiven Optik ein durch Turbulenzen in der Erdatmosphäre verschmierter Fleck. Bild vergrößern
Abbildung 2: Bild des Sterns Epsilon Aurigae – ohne Aktivierung der adaptiven Optik ein durch Turbulenzen in der Erdatmosphäre verschmierter Fleck.

Der Pathfinder ist eine Vorstufe der komplexen Nah-Infrarotkamera LINC-NIRVANA (LN), deren Komponenten zurzeit am MPIA zusammengebaut werden. LN soll mittels sogenannter multi-konjugierter adaptiver Optik und eventuell mittels der interferometrischen Kombination der Strahlengänge beider 8.4m-Spiegel des LBT extrem hochaufgelöste Aufnahmen liefern. Um dieses große und äußerst komplexe Instrument später erfolgreich am LBT implementieren zu können, dient der Pathfinder als Testsystem an einem der LBT-Spiegel, um einige der vielen LN-Subkomponenten vorab im Zusammenspiel mit dem Teleskop und dem technischen Umfeld zu prüfen.

Abbildung 3: Der gleiche Stern, jetzt jedoch nach erstmals erfolgreicher Aktivierung der adaptiven Optik. Obwohl diese Aufnahme bei sehr schlechten Luftverhältnissen entstand und zudem im sichtbaren Licht aufgenommen wurde (die adaptive Korrektur ist eigentlich für den Infrarotbereich ausgelegt), zeigt sich eine dramatische Verbesserung der Schärfe und Intensität des Bildes. Bild vergrößern
Abbildung 3: Der gleiche Stern, jetzt jedoch nach erstmals erfolgreicher Aktivierung der adaptiven Optik. Obwohl diese Aufnahme bei sehr schlechten Luftverhältnissen entstand und zudem im sichtbaren Licht aufgenommen wurde (die adaptive Korrektur ist eigentlich für den Infrarotbereich ausgelegt), zeigt sich eine dramatische Verbesserung der Schärfe und Intensität des Bildes.

Bereits 35 Minuten, nachdem mit Pathfinder erstmals das Licht eines Sternes aufgenommen werden konnte, gelang dem Team (siehe Bild 1) als besonders wichtiger Meilenstein auch die Aktivierung der adaptiven Optik (siehe Bild 2 und 3, sowie das Video).

LN wird von einem internationalen Konsortium unter der Leitung des MPIA entwickelt und gebaut. Zu den Partnern gehören Institute in Italien und Deutschland.

Das LBT ist ein Gemeinschaftsprojekt amerikanischer, italienischer und deutscher Institute.

 
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