Neueste MPIA-Wissenschaftsmeldungen

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Original 1541685880

Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

14. November 2018
Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre entfernten Barnards Stern einen Planeten nachzuweisen, der gut drei Mal so viel Masse wie die Erde aufweist und ähnlich kalt wie der Saturn ist. Die Entdeckung gelang über die Messung der periodischen Änderung der Radialgeschwindigkeit des Muttergestirns. Dabei spielte der Spektrograf CARMENES eine wichtige Rolle, der maßgeblich vom MPIA mit entwickelt wurde. [mehr]
Teaser 1537780624

Mögliche Heimatsterne für das interstellare Objekt 'Oumuamua

25. September 2018
Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Coryn Bailer-Jones vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat die Bahn des interstellaren Objekts Oumuamua zu mehreren möglichen Heimsternen zurückverfolgt. Das Objekt wurde Ende 2017 entdeckt – erstmals konnten Astronomen damals ein Himmelsobjekt aus einem anderen Sternensystem beobachten, das unser eigenes Sonnensystem besuchte. Bailer-Jones und seine Kollegen nutzten Daten des ESA-Astrometriesatelliten Gaia, um vier plausible Kandidaten für jenen Stern zu finden, wo die lange Reise von ‘Oumuamua vor mehr als einer Million Jahre begann. [mehr]
Teaser 1532608908

Tests der Vorhersagen der allgemeinen Relativitätstheorie in der Nähe des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße

26. Juli 2018
Zum ersten Mal haben Astronomen die von der Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagten Effekte für die Umlaufbahn eines Sterns um das zentrale supermassereiche Schwarze Loch unserer Heimatgalaxie eindeutig nachgewiesen. Ihre Messungen fanden während der Annäherung eines bestimmten Sterns an das Schwarze Loch im Mai 2018 statt. Die erforderliche hohe Messgenauigkeit wurde durch das GRAVITY-Instrument am Very Large Telescope der ESO erreicht. Das Instrument nutzt die Welleneigenschaften des Lichts, um die Abstände zwischen Punktquellen mit hoher Genauigkeit zu vermessen. [mehr]
Original 1530018504

Wie sich die Atmosphäre des heißesten bekannten Exoplaneten verflüchtigt

2. Juli 2018
Astronomen haben beobachtet, wie sich die Atmosphäre des heißesten bekannten Exoplaneten, des heißen Jupiter-ähnlichen Planeten KELT-9b, allmählich verflüchtigt. Das abströmende Gas wird vom Zentralstern eingefangen. Fei Yan und Thomas Henning vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg konnten mit dem CARMENES-Instrument am Calar-Alto-Observatorium die Wasserstoffatmosphäre des Planeten nachweisen. Ihre Beobachtungen deuten auf eine ausgedehnte Wasserstoffhülle hin, die in Richtung des Zentralsterns gezogen wird.  [mehr]
Original 1529929825

Astronomen werden Zeugen der Geburt eines Planeten

2. Juli 2018
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) in Heidelberg und des Konsortiums des SPHERE-Instruments am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile haben einen extrem jungen Exoplaneten im Stadium seiner Entstehung entdeckt und charakterisiert. Der Gasriese mit der Bezeichnung PDS 70 b wurde innerhalb einer Lücke der proto­planetaren Scheibe des Sterns PDS 70 nachgewiesen. Damit befindet sich PDS 70 b noch in der Umgebung seiner Entstehung und dürfte nach wie vor neue Materie auf sich ziehen. Der Planet bietet damit die einzigartige Gelegenheit, Entstehungsmodelle von Planeten zu testen und etwas über die frühe Geschichte des Sonnensystems zu lernen. [mehr]
Original 1524743055

Veröffentlichung DR2 der Gaia-Daten liefert die bisher vollständigste Sternenzählung, zeichnet Staubkarte der Milchstraße

25. April 2018
Die heute veröffentlichten neuen Daten des ESA-Satelliten Gaia umfasst nicht nur Messwerte, die es Astronomen ermöglichen, genaue Entfernungen für 1,33 Milliarden Sterne zu berechnen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Astronomie haben aus den Messungen von Gaia auch die physikalischen Eigenschaften von fast 80 Millionen Sternen abgeleitet und damit die bisher größte Sterndurchmusterung durchgeführt. Gleichzeitig liefert ihre Analyse die bisher detaillierteste dreidimensionale Staubkarte unserer Heimatgalaxie und damit Einsichten in die Stern- und Planetenentstehung. [mehr]
Original 1518510073

Sterne am Rande der Milchstraße - Kosmische Eindringlinge oder Opfer einer galaktischen Vertreibung?

26. Februar 2018
Astronomen haben eine kleine Population von Sternen im Halo der Milchstraße untersucht und dabei festgestellt, dass ihre chemische Zusammensetzung derjenigen der galaktischen Scheibe nahe kommt. Diese Ähnlichkeit liefert zwingende Beweise dafür, dass diese Sterne ursprünglich aus dem Inneren der Scheibe stammen, und nicht etwa aus eingefangenen Satellitengalaxien. Als Auslöser dieser stellaren Migration vermuten Astronomen eine Schwingung der gesamten Milchstraßenscheibe, die durch die Gezeitenwechselwirkung der Milchstraße mit einer vorbeiziehenden massereichen Satellitengalaxie induziert werden. [mehr]
Teaser 1517401679

Wie schwarze Löcher den Kosmos formen

1. Februar 2018
Astrophysiker aus Heidelberg, Garching und den USA haben neue Erkenntnisse zur Entstehung und Entwicklung von Galaxien erzielt. Sie berechneten den Einfluss schwarzer Löcher auf die Verteilung der Dunklen Materie, die Produktion und Verbreitung schwerer Elemente im Kosmos und den Ursprung der Magnetfelder. Dazu programmierten sie ein neues Simulationsmodell für das Universum und erstellten die bisher umfangreichstenSimulationen dieser Art.Erste Ergebnisse des "IllustrisTNG" Projekts wurden jetzt in drei Artikeln in der Fachzeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht. Sie sollen helfen, fundamentale Fragen der Kosmologie zu klären. [mehr]
Teaser 1514934221

Sternbewegungen liefern Bibliothek von Galaxien-Geschichtsbüchern

3. Januar 2018
Sternbewegungen in einer Galaxie sind wie ein Geschichtsbuch, das dokumentiert, wie sich die Galaxie im Laufe der Zeit entwickelt hat. Jetzt hat eine Gruppe von Astronomen die erste repräsentative Bibliothek solcher Galaxien-Geschichtsbücher zusammengestellt. Die dafür ausgewerteten Daten zeigen die Vielfalt der Entwicklungsgeschichten der untersuchten 300 Galaxien. Damit können Astronomen, die Simulationen der kosmische Geschichte durchführen, ihre Simulationen nun mit einer großen Anzahl systematischer Beobachtungen vergleichen. Die Ergebnisse wurden am 1. Januar 2018 in der Zeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1514899746

Schwarze Löcher beeinflussen die Sternentstehung

1. Januar 2018
Astronomen haben den ersten direkten Beobachtungsnachweis für einen Zusammenhang zwischen den zentralen Schwarzen Löchern und den Sternentstehungsraten von Galaxien gefunden. Dazu nutzten sie eine Durchmusterung, die für zahlreiche Galaxien die Massen der supermassereichen Schwarzen Löcher im Zentrum bestimmt hatte. Aus den Galaxienspektren konnten sie rekonstruieren, wann dort wie viele Sterne entstanden waren. Die Masse des Schwarzen Lochs und die Sternentstehungsrate waren miteinander verknüpft – ein seit längerem vermuteter Zusammenhang, demzufolge Schwarze Löcher die Sternentstehung um sich herum behindern können. Die Ergebnisse erschienen jetzt in der Fachzeitschrift Nature. [mehr]
Teaser 1512382931

Das fernste Schwarze Loch im Kosmos: Quasar in Entfernung von 13 Milliarden Lichtjahren entdeckt

6. Dezember 2017
Astronomen haben den entferntesten bekannten Quasar entdeckt – so weit von uns entfernt, dass sein Licht mehr als 13 Milliarden Jahre brauchte, um uns zu erreichen. Wir sehen diesen Quasar so, wie er 690 Millionen Jahre nach dem Urknall war, und sein Licht liefert wertvolle Informationen über die frühe Geschichte des Universums. Im Zentrum des Quasars befindet sich ein supermassereiches Schwarzes Loch mit einer Masse von fast 1 Milliarde Sonnenmassen. Die Wirtsgalaxie des Quasars enthält bereits große Mengen an Gas und Staub – eine Herausforderung für die gängigen Modelle der Galaxienentwicklung. Die Ergebnisse wurden nun in Nature und in den Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1511359129

Die Äquator-Falle: Warum die Suche nach Leben auf anderen Planeten schwieriger sein dürfte als gedacht

28. November 2017
Simulationen zeigen, dass die Suche nach Leben auf anderen Planeten schwieriger sein dürfte als bisher angenommen: Auf Planeten wie Proxima b oder TRAPPIST-1d könnten ungewöhnliche Strömungsmuster das atmosphärische Ozon vor Teleskopbeobachtungen verbergen. Ozon, ein aus drei Sauerstoffatomen bestehendes Molekül, wird als eine der möglichen Spuren von Leben auf einem anderen Planeten gesehen, die sich aus der Ferne nachweisen lassen.  Die Simulationen unter der Leitung von Ludmila Carone vom Max-Planck-Institut für Astronomie haben daher Konsequenzen dafür, wie sich am besten nach (sauerstofferzeugendem) Leben wie Bakterien oder Pflanzen auf Exoplaneten suchen lässt. [mehr]
Teaser 1511170878

Neue astronomische Durchmusterung erfasst den gesamten Himmel

16. November 2017
Der Sloan Digital Sky Survey V (SDSS-V), die erste Durchmusterung des ganzen Himmels mit Spektren, ist mit einer Förderzusage der Alfred P. Sloan Foundation auf den Weg gebracht worden. Die Beobachtungen sollen im Jahr 2020 beginnen. Die Durchmusterung wird von Juna Kollmeier vom Carnegie Institute for Science geleitet, mit Hans-Walter Rix vom Max-Planck-Institut für Astronomie als Projektwissenschaftler. SDSS-V wird die erste Durchmusterung sein, bei der Spektren von Himmelsobjekten am gesamten Himmel aufgenommen werden – und das sogar wiederholt, um Objekte zu verstehen, die sich verändern. [mehr]
Teaser 1507319115

Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

12. Oktober 2017
Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Durchmusterung fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1506496706

Wie die Bausteine des Lebens aus dem Weltall auf die Erde kamen

2. Oktober 2017
Astronomen der McMaster University und des Max-Planck-Instituts für Astronomie haben ein stimmiges Szenario für die Entstehung von Leben auf der Erde berechnet, das auf astronomischen, geologischen, chemischen und biologischen Modellen basiert. In diesem Szenario formt sich das Leben nur wenige hundert Millionen Jahre, nachdem die Erdoberfläche soweit abgekühlt war, dass flüssiges Wasser existieren konnte. Die wesentlichen Bausteine für das Leben wurden während der Entstehung des Sonnensystems im Weltraum gebildet und durch Meteoriten in warmen kleinen Teichen auf der Erde deponiert. Die neuen Ergebnisse wurden jetzt in den Proceedings der US National Academy of Sciences veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1503584969

Kosmisches Verkehrsaufkommen, abgelenkte Kometen, und ein genauer Blick auf die Auslöser kosmischer Katastrophen

31. August 2017
Wenn Sterne in der Nähe der Sonne vorbeifliegen, können sie Kometen aus der sogenannten Oort-Wolke in die inneren Regionen des Sonnensystems lenken. Sternbegegnungen sind so ein wichtiger Faktor um die Häufigkeit von Kometeneinschlägen auf der Erde abschätzen zu können. Coryn Bailer-Jones vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat jetzt mithilfe von Daten des ESA-Satelliten Gaia die erste systematische Abschätzung der Häufigkeit solcher Begegnungen vorgenommen: Pro Million Jahre kommen bis zu zwei Dutzend Sterne der Sonne auf einige Lichtjahre nahe – unser Sonnensystem kommt gar nicht erst zur Ruhe. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1503585032

Ungewöhnliches Planetensystem um schnell rotierenden Stern wirft Fragen zur Planetenentstehung auf

6. Juli 2017
Astronomen haben einen seltenen warmen, massereichen jupiterartigen Planeten entdeckt, der einen extrem schnell rotierenden Stern umkreist. Die Entdeckung wirft Fragen zur Entstehung von Planeten im allgemeinen auf – weder seine vergleichsweise geringe Masse noch seine große Entfernung vom Stern entspricht den Erwartungen der Modelle zur Planetenentstehung. Nur für einen Bruchteil der bekannten Planeten um andere Sterne gibt es überhaupt wie hier direkte Abbildungen. Die Beobachtungen wurden mit dem Instrument SPHERE am Very Large Telescope der ESO durchgeführt. Die Ergebnisse werden jetzt in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1495531206

Schnell wachsende Galaxien könnten kosmisches Rätsel lösen – zeigen früheste Verschmelzung

24. Mai 2017
Astronomen haben im frühen Universum eine neue Art von Galaxie entdeckt, die bereits weniger als eine Milliarde nach dem Urknall hundert Mal schneller Sterne bildet als unsere Milchstraße. Das könnte einen früheren Befund erklären: eine Population überraschend massereicher Galaxien 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall, deren Existenz solche Super-Produktivität voraussetzt. Die Beobachtungen zeigen außerdem das früheste bekannte Beispiel verschmelzender Galaxien. Die Ergebnisse von Roberto Decarli vom Max-Planck-Institut für Astronomie und seinen Kollegen werden am 25. Mai in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1494935763

Erste Radiobeobachtungen einer Planeten-Scheibe: Planetenartiges Objekt entstand offenbar ähnlich wie ein Stern

18. Mai 2017
Erste Radiobeobachtungen des einsamen planetenartigen Objekts OTS44 zeigen eine staubige protoplanetare Scheibe ähnlich der eines jungen Sterns. Das ist unerwartet: Laut den herkömmlichen Modellen sollte ein so massearmes Objekt nicht so entstehen können wie ein Stern, also beim Kollaps einer Gaswolke. Offenbar sind sich Sterne und planetenartige Objekte ähnlicher als bisher angenommen. Das neue Ergebnis einer Gruppe um Amelia Bayo, zu der auch mehrere Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, ist am 18. Mai 2017 in den Astrophysical Journal Letters erschienen. [mehr]
Teaser 1494256863

Entdeckung im frühen Universum stellt Modelle für Schwarzes-Loch-Wachstum infrage

11. Mai 2017
Quasare sind hell leuchtende, weithin sichtbare kosmische Objekte, in deren Zentren sich supermassereiche Schwarze Löcher befinden. Einfallende Materie erhöht die Masse des Schwarzen Lochs und liefert andererseits die Energie für das Leuchten der Quasare. Jetzt haben Astronomen unter der Leitung von Christina Eilers extrem junge und ungewöhnliche Quasare gefunden. Diese Quasare sammeln erst seit rund 100,000 Jahren Materie, haben aber bereits eine Masse von rund einer Milliarde Sonnenmassen. Herkömmlichen Modellen zufolge hätten die Quasare mindestens tausend Mal länger Materie auf sich ziehen müssen, um diese Masse zu erreichen. Die Ergebnisse sind im Astrophysical Journal erschienen. [mehr]
Teaser 1492769195

Seltene Doppelquasare durchleuchten das Wasserstoff-Netzwerk unseres Kosmos

27. April 2017
Die Materie im Raum zwischen den Galaxien bildet ein gewaltiges Netzwerk verbundener Filamente. Fast alle Atome im Universum sind Teil dieses kosmischen Netzwerks – die meisten davon direkte Überbleibsel der Urknallphase. Jetzt hat ein Team unter Leitung von Forschern des Max-Planck-Instituts für Astronomie erstmals die Feinstruktur dieses Netzwerks rund 2 Milliarden Jahre nach dem Urknall vermessen: mit einer neuen Methode, die das Netzwerk mithilfe von Paaren sehr heller, nahe beieinander stehender Quasare durchleuchtet. Die Ergebnisse helfen, die sogenannte Reionisierungsära der kosmischen Geschichte zu rekonstruieren. Sie erscheinen am 28. April in der Fachzeitschrift Science. [mehr]
Teaser 1488968637

Atmosphäre um kleine Supererde nachgewiesen

6. April 2017
Astronomen haben eine Atmosphäre nachgewiesen, welche die “Supererde” GJ 1132b umgibt. Es handelt sich um den ersten Nachweis einer Atmosphäre bei Planeten dieser Art – einer Supererde mit vergleichsweise niedriger, erdähnlicher Masse – und damit um einen wichtigen Schritt hin zum Nachweis von Leben auf Exoplaneten. Das Astronomenteam, zu dem auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, nutzte das 2,2-Meter-ESO/MPG-Teleskop in Chile um Bilder vom zugehörigen Stern GJ 1132 aufzunehmen und die winzigen Helligkeitsminderungen nachzuweisen die auftreten, wenn der Stern samt Atmosphäre direkt vor seinem Heimatstern vorbeizieht. [mehr]
Teaser 1487230338

Mit Radiowellen den Sternentstehungsraten von Galaxien auf der Spur

21. Februar 2017
Einige Galaxien produzieren größere Mengen neuer Sterne während andere deutlich weniger produktiv sind. Jetzt hat ein Astronomenteam unter der Leitung von Fatemeh Tabatabaei (Instituto de Astrofísica de Canarias) ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die Sternentstehungsrate ferner Galaxien mithilfe von Radiobeobachtungen messen lässt. Die Forscher nutzten dazu einen Datensatz von 52 nahen Spiralgalaxien, die zusätzlich mit dem 100-Meter-Radioteleskop in Effelsberg bei verschiedenen Wellenlängen beobachtet wurden. Die Sternentstehungsrate ist eine Schlüsseleigenschaft einer Galaxie, und Veränderungen der durchschnittlichen Sternentstehungsrate sind ein wichtiger Aspekt der Entwicklung unseres Universums als Ganzes. [mehr]
Teaser 1486469015

Die dreidimensionale Struktur einer Planeten-Geburtsstätte

7. Februar 2017
Astronomen haben dreidimensionale Strukturen in der protoplanetaren Scheibe rund um den jungen Stern TW Hydrae nachgewiesen. Mit einer neuartigen Analysetechnik konnten sie aus Beobachtungen der Scheibe Rückschlüsse auf deren Struktur ziehen. Das ist ein Fortschritt gegenüber früheren Bildern solcher Scheibenstrukturen: In denen war nicht unterscheidbar, ob es sich um Regionen unterschiedlicher Dichte oder um Unterschiede in der Chemie oder im Aggregatzustand von Staubteilchen handelte. Das Muster, eine ringförmige Lücke, könnte durch einen Planeten verursacht sein oder Instabilitäten anzeigen, aus denen ein Planet entstehen könnte. [mehr]
Teaser 1475071963

Nicht nur in Galaxien: ALMA zeigt Spiralstruktur in protoplanetarer Scheibe 

29. September 2016
Astronomen haben eine auffällige Spiralarm-Struktur in der Gas- und Staubscheibe des jungen Sterns Elias 2-27 entdeckt. Zum ersten Mal konnte dabei gezeigt werden, dass die Spiralstruktur die Region nahe der Mittelebene der Scheibe einschließt, wo neue Planeten geboren werden. Derartige Strukturen können entweder Folge der Anwesenheit junger Planeten sein oder aber die Bedingungen schaffen, unter denen neue Planeten überhaupt erst entstehen können. Entsprechend stellen die neuen Beobachtungen einen Schritt in Richtung eines besseren Verständnisses der Planetenentstehung dar. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1474461270

Geschichte der Sternentstehung auf kosmischen Skalen: ALMA dokumentiert Sternen-Rohmaterial in fernen Galaxien

22. September 2016
Untersuchungen mit dem Teleskopverbund ALMA haben dokumentiert, welches Rohmaterial seit der Frühzeit rund 2 Milliarden Jahre nach dem Urknall im Kosmos zur Verfügung stand. Die Beobachtungen unter der Leitung von Fabian Walter vom Max-Planck-Institut für Astronomie nahmen dazu das sogenannte Hubble Ultra Deep Field (HUDF) ins Visier, das erstmals 2003/2004 vom Weltraumteleskop Hubble bis ins Detail abgebildet wurde. Dies sind die ersten hochempfindlichen Beobachtungen des HUDF im Millimeterwellenbereich, die auch spektrale Informationen enthalten und die Galaxien zeigen können, deren Licht rund 11 Milliarden Jahre zu uns unterwegs war. [mehr]
Teaser 1471848848

Planet in habitabler Zone um erdnächsten Stern entdeckt

24. August 2016
Astronomen haben einen Planeten entdeckt, der den erdnächsten Stern außerhalb unseres Sonnensystems umkreist, Proxima Centauri. Der Planet, Proxima Centauri b, umläuft seinen Stern in der sogenannten habitablen Zone, also dort, wo auf einem Planeten im Prinzip flüssiges Wasser existieren könnte. Die Entdeckung gelang mit der Radialgeschwindigkeitsmethode, die nach winzigen Bewegungsänderungen von Sternen sucht, wie sie durch umlaufende Planeten verursacht werden. Zusätzlich zu neuen Messdaten nutzte die Auswertung Spektren, die MPIA-Astronom Martin Kürster und Kollegen zwischen 2000 und 2007 aufgenommen hatten. [mehr]
Teaser 1468944473

Gigantische X-förmige Struktur gibt Hinweise auf galaktische Geschichte

19. Juli 2016
Zwei Astronomen haben die erste direkte Abbildung einer gigantischen x-förmigen Struktur rund um das Zentrum der Milchstraße erstellt. Das Projekt profitierte von Offenheit im Umgang mit wissenschaftlichen Daten: Es begann, als Dustin Lang (Universität Toronto) einen Tweet mit einem selbst angefertigten Milchstraßenbild verschickte; Melissa Ness (Max-Planck-Institut für Astronomie) erkannte das wissenschaftliche Potenzial der dort gezeigten Daten für die Geschichte unserer Galaxis. Die x-förmige Struktur zeigt an, dass die zentrale Verdickung unserer Milchstraße durch dynamische Wechselwirkungen der Sterne entstanden sein dürfte, nicht durch den Zusammenstoß mit kleineren Galaxien. [mehr]
Teaser 1462268292

Das versteckte Innenleben des Orionnebels: Tanzende Filamente und eine neuartige Möglichkeit der Sternentstehung

11. Mai 2016
Im Weltall können in vergleichsweise kurzer Zeit ganze Sternhaufen entstehen. Aus einer Untersuchung eines Gas- und Staubfilaments, zu dem auch der bekannte Orionnebel gehört, schlagen Amelia Stutz und Andrew Gold vom Max-Planck-Institut für Astronomie einen neuen Mechanismus für diese ultraschnelle Sternentstehung vor. Ihren Untersuchungen nach ist das Filament eine flexible Struktur, zusammengehalten durch Gravitation und stabilisiert durch Magnetfelder, die hin und her schwingt. Dies und die Lage der Sternhaufen rund um das Filament legt nahe, dass Instabilitäten, wie sie aus der Plasmaphysik bekannt sind, für die schnelle Bildung von Sternhaufen verantwortlich sein könnten. [mehr]
Teaser 1460659252

Blick in Kinderstube von Erden und Supererden: Bislang detaillierteste Abbildung der inneren Regionen einer protoplanetaren Scheibe

31. März 2016
Neue Beobachtungen liefern die bislang deteilreichsten Aufnahmen eines jungen Planetensystem-Vorläufers rund um den Stern TW Hydrae: eine protoplanetare Scheibe mit ringartigen Strukturen, in denen Lücken auf das Vorhandensein von Planeten hindeuten könnten. Die Bilder wurden mit dem ALMA-Observatorium aufgenommen und zeigen die innersten Scheibenregionen. Dort ist genau in jenem Abstand vom Zentralstern, der dem Abstand der Erde von der Sonne entspricht, eine ringförmige Lücke zu sehen. Diese Lücke könnte das Vorhandensein eines Planeten auf einer erdähnlichen Umlaufbahn rund um TW Hydrae anzeigen. [mehr]
Teaser 1458223704

Detailreiche Bilder eines planetaren Embryos zeigen Turboversion der Planetenentstehung

17. März 2016
Beobachtungen mit dem Radioteleskop VLA in New Mexico zeigen die inneren Partien der Planeten-Geburtsstätte rund um den jungen Stern HL Tauri so detailreich wie nie zuvor. Deutlich sichtbar ist dabei ein riesiger Staubklumpen mit dem drei- bis achtfachen der Erdmasse, der ideale Bedingungen für die Entstehung eines Planeten bietet. Die Masse des neuen Planeten dürfte zwischen jener der Erde und jener des Neptun liegen. Das Vorhandensein des Klumpens zeigt eine Lösung für ein grundlegendes Problem der Planetenentstehung auf: wie Planeten innerhalb der relativ kurzen Zeit entstehen können, die für ihr Wachstum zur Verfügung steht. [mehr]
Teaser 1471256178

Effizientere Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenz

1. März 2016
Ein schmaler Himmelsstreifen bietet gute Chancen auf die Entdeckung der Erde durch mögliche außerirdische Astronomen. Nach deren Botschaften kann nun gezielt gesucht werden. [mehr]
Teaser 1454713308

Die Sturm-und-Drang Phase der heranwachsenden Sterne

5. Februar 2016
Eine Forschungsgruppe unter Beteiligung des MPIA hat sich die Geburtsplätze der Sterne genauer angesehen: FU Orionis-Objekte, die zu den jüngsten sternenähnlichen Objekten zählen. Diese sogenannten Protosterne sind von großen, asymmetrischen Scheiben umgeben, die von einem kurzen, aber heftigen Zeitabschnitt in der frühen Phase der Sternentstehung zeugen. Mit dem 8m Subaru-Teleskop auf dem Gipfel des Mauna Kea auf Hawaii ist es nun gelungen, vier Scheiben mit einer nie dagewesener Auflösung aufzunehmen und Scheibenstrukturen zu messen. Die Resultate werden in der Fachzeitschrift 'Science Advances' veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1454491103

Extrem kalte Scheibe rund um jungen Stern bietet staubige Überraschung

3. Februar 2016
Dass die protoplanetare Scheibe mit dem Spitznamen „Fliegende Untertasse“ Rätsel aufgibt, hat nichts mit Außerirdischen zu tun, sondern mit winzigen Partikeln kosmischen Staubs. Eine neue Messung der Staubtemperatur in dieser Scheibe mit dem Teleskopverbund ALMA ergab überraschend niedrige Werte von nur 7 Grad über absolut Null (7 K). Die beteiligten Astronomen, darunter Dmitry Semenov vom Max-Planck-Institut für Astronomie, fanden, dass sich diese Temperatur nur durch ungewöhnliche Eigenschaften der Staubkörner in der Scheibe erklären lässt. Damit könnten solche Staubscheiben allgemein massereicher sein als bislang angenommen – mit Konsequenzen für die Planeten, die darin entstehen. [mehr]
Teaser 1452713403

Als es nach dem Urknall hell wurde: Kompakte Galaxien haben das frühe Universum aufgeheizt

13. Januar 2016
Wie ist das dunkle Zeitalter des Kosmos kurz nach dem Urknall zuende gegangen? Sogenannte "green pea"-Galaxien, die intensive UV-Strahlung produzieren, werden als mögliche Erklärung gehandelt. Jetzt haben Forscher eine dieser Galaxien eingehend untersucht und nachgewiesen, dass sie in der Tat genug UV-Strahlung in den umgebenden Raum abstrahlt, um die kosmische Reionisierung zu erklären: jene Übergangsphase ab rund 150 Millionen Jahren nach dem Urknall, bei dem der Großteil des intergalaktischen Wasserstoffs in Elektronen und Protonen zerlegt wurde. Das Forschungsergebnis wird in der Ausgabe vom 14. Januar 2016 der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1452267882

Big Data schreibt (galaktische) Geschichte: Die erste globale Alterskarte unserer Milchstraße

8. Januar 2016
Dank neuer Verfahren, das Alter Roter Riesensterne zu bestimmen, haben Astronomen erstmals auf großen Skalen die Altersstruktur unserer Milchstraße kartiert. Dazu bestimmten sie das Alter von fast 100 000 Roten Riesen in Abständen von bis zu 50 000 Lichtjahren vom galaktischen Zentrum. So konnten die Astronomen unter der Leitung von Melissa Ness und Marie Martig vom Max-Planck-Institut für Astronomie außerdem wichtige Teile des heutigen Verständnisses unserer Heimatgalaxie testen. Insbesondere bestätigt die Karte, dass unsere Heimatgalaxie von innen nach außen gewachsen ist und sich daher heute die meisten alten Sterne in den inneren Regionen befinden. [mehr]
Teaser 1445935115

Wie bekommen massereiche Sterne ihre Masse? Astronomen finden Scheibe um jungen, massereichen Stern

29. Oktober 2015
Wie erreichen Sterne Massen von mehr als dem Hundertfachen der Sonnenmasse? Schon länger wird angenommen, dass Gas- und Staubscheiben rund um die jungen Sterne dabei eine wichtige Rolle spielen könnten, Materie auf einige der hernach massereichsten Sterne zu lenken. Jetzt hat ein Team von Astronomen, zu dem auch Forscher des MPIA gehören, erstmals eine stabile Scheibe rund um einen der massereichsten gerade in Entstehung befindlichen Sterne unserer Galaxis entdeckt. Die Ergebnisse sind am 29. Oktober 2015 in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters veröffentlicht worden. [mehr]
Teaser 1445934864

Astronomen finden ungewöhnliche bewegte Strukturen in der Staubscheibe eines Sterns

7. Oktober 2015
Mithilfe des Instruments SPHERE und des Weltraumteleskops Hubble hat ein Team von Astronomen, dem auch Forscher vom Max-Planck-Institut für Astronomie angehören, ungewöhnliche bewegte Strukturen in der Staubscheibe um den nahen Stern AU Microscopii ausgemacht. Es handelt sich um die erste Beobachtung solcher zeitlich veränderlicher Strukturen überhaupt, und zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, worum es sich im einzelnen handelt und wie die Strukturen enstanden sind. Sie könnten mit Eruptionen des Sterns AU Mic und/oder mit (bislang nicht nachgewiesenen) Planeten in der Staubscheibe zusammenhängen. Die Ergebnisse sind in der Ausgabe vom 8. Oktober 2015 der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1431628423

Wenn das scheinbar Unmögliche passiert: Astronomen rätseln über Entdeckung des ersten Quasar-Quartetts

14. Mai 2015
Mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii haben Astronomen unter Leitung von Joseph Hennawi vom Max-Planck-Institut für Astronomie das erste Quasar-Quartett entdeckt: vier seltene aktive Schwarze Löcher in direkter Nachbarschaft zueinander. Das Quartett befindet sich in einer der massereichsten Strukturen, die je im fernen Universum nachgewiesen wurden, und ist von einem Nebel aus kaltem Gas umgeben. Handelt es sich nicht um eine Zufallsentdeckung, Wahrscheinlichkeit eins zu zehn Millionen, müssten die Kosmologen ihre Modelle der Entwicklung der Quasare und der großräumigen kosmischen Strukturen noch einmal überdenken. Die Ergebnisse erscheinen am 15. Mai 2015 in der Fachzeitschrift Science. [mehr]
Teaser 1431009638

Direkte Abbildung eines ganzen Planetensystems

20. April 2015
Ein internationales Astronomenteam, zu dem auch sechs Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, hat das Exoplanetensystem um den Stern HR8799 direkt abgebildet. Das Team nutzte dabei das Large Binocular Telescope auf dem Mount Graham in Arizona, USA. [mehr]
Teaser 1426604778

Galaktischer "Raketenantrieb" erklärt ungewöhnliche Sternbewegungen in Galaxien

19. März 2015
Eine Entdeckung der MPIA-Doktorandin Athanasia Tsatsi hat das astronomische Verständnis von Galaxienzusammenstößen verändert. Sie erklärt bislang nicht recht verstandene Sternbewegungen in den elliptischen Galaxien, die bei solchen Kollisionen entstehen: Regionen, in denen die Sterne gerade anders herum ums galaktische Zentrum umlaufen als im Rest der Galaxie. Bisherige Erklärungsversuche hatten eine spezielle relative Orientierung ("retrograd") der kollidierenden Galaxien vorausgesetzt. Tsatsi entdeckte eine weitere Möglichkeit, solche "gegenläufigen Zentralregionen" zu erzeugen: Der Massenverlust der beteiligten Galaxien wirkt dabei ähnlich wie eine Art riesiger Raketenantrieb. [mehr]
Teaser 1425992721

Außerirdische Farbenvielfalt: Wie erkennt man Leben auf anderen Planeten?

16. März 2015
Astronomen und Biologen unter der Leitung des MPIA-Doktoranden Siddharth Hegde haben die "chemischen Fingerabdrücke" von 137 verschiedenen Spezies von Mikroorganismus bestimmt. Das Ergebnis soll in Zukunft dabei helfen, Leben auf der Oberfläche von Exoplaneten nachzuweisen. Die Organismen stammen aus den unterschiedlichsten Lebensräumen, und einige von ihnen sind an extreme Umweltbedingungen angepasst. Das erlaubt eine erste vorsichtige Abschätzung der möglichen Farbenvielfalt von Lebensformen auf Exoplaneten. Die Ergebnisse sind als Online-Datenbank und in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1425990936

Staubscheiben überleben kosmisches Feuerwerk junger Riesensterne

10. März 2015
Astronomen haben Staubscheiben um junge Sterne entdeckt, in Sternhaufen, die erst kürzlich nahe dem Zentrum der Milchstraße entstanden sind. Weil junge Sternhaufen sehr heisse Sterne enthalten, die energiereiche UV-Strahlung erzeugen, wurde bisher angenommen, daß solche Staubscheiben rasch durch diese Strahlung zerstört würden. Staubscheiben um junge Sterne sind als zukünftige Geburtsstätten von Planetensystemen von Interesse. Dass sie extreme Bedingungen länger überleben können als gedacht, liefert neue Hinweise, wann und wie Planeten entstanden sind. Vor allem im jungen Universum waren ähnlich extreme Bedingungen häufig, weil die Geburtsrate junger Sterne in Galaxien viel höher war. [mehr]
Teaser 1423730271

Astronomen finden einen möglichen planetaren Überlebenskünstler

12. Februar 2015
Zwei unabhängige Gruppen von Astronomen, eine davon unter der Leitung von Simona Ciceri vom Max-Planck-Institut für Astronomie, haben einen ungewöhnlich massereichen Planeten entdeckt, der einen Roten Riesenstern umkreist. Der Planet, Kepler-432b, ist einer von nur fünf bekannten Planeten, die Rote Riesen in vergleichsweise engem Abstand umkreisen. Früher waren die Astronomen ausgegangen, dass solche Planeten auf kurzen Zeitskalen von ihren Sternen hätten verschluckt werden sollen; die neue Entdeckung könnte anzeigen, dass solche Planeten länger überleben als gedacht. [mehr]
Teaser 1420890822

Kosmische »Computertomographie« zeigt die dreidimensionale Struktur unseres Universums

16. Oktober 2014
Ein Astronomenteam unter der Leitung von Khee-Gan Lee vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat die erste dreidimensionale Karte aus der stürmischen Jugend unseres Universums rekonstruiert: aus einer Zeit ganze 3 Milliarden Jahre nach dem Urknall. Die Forscher verwendeten eine neue Technik analog zur Computertomographie der Mediziner: Mithilfe des Lichts entfernter Hintergrundgalaxien durchleuchteten sie den Kosmos und rekonstruierten seine 3D-Struktur. Die so geschaffene Karte zeigt einen Ausschnitt aus dem »kosmischen Netz« aus dunkler Materie und Gas, das die größten Strukturen im Universum bildet. [mehr]
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Kleinste bekannte Galaxie mit einem Supermassereichen Schwarzen Loch

17. September 2014
Befinden sich viele versteckte Schwarze Löcher in den kleinen Resten zerstörter Galaxien? [mehr]
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Gigantischer Fund: Der größte Stern in der größten Sternenkinderstube unserer Heimatgalaxie

28. August 2014
Eine Astronomengruppe unter der Leitung von Shiwei Wu vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat den massereichsten Stern in W49, dem größten Sternentstehungsgebiet unserer Milchstraße identifiziert. Der Stern, der als W49nr1 bezeichnet wird, besitzt zwischen 100 und 180 Mal soviel Masse wie unsere Sonne – nur einige Dutzend solcher Sterne sind überhaupt bislang bekannt. Von der Erde aus gesehen ist W49 hinter dichten Staubwolken verborgen. Nur mit Infrarotbeobachtungen gelang es, den Stern zu identifizieren. Von der Entdeckung erhoffen sich die Astronomen neue Einsichten in die Entstehung derart massereicher Sterne sowie zu der Rolle, die sie in den größten Sternhaufen spielen. [mehr]
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Bestätigung für einen chancenlosen Planeten

8. August 2014
Der Planet Kepler-91b hat keine Chance: in rund 55 Millionen Jahren wird er von seinem Stern verschluckt werden. Doch seine Existenz schien noch auf andere Art bedroht: Zwei Studien legten nahe, es handle sich gar nicht um einen Planeten, sondern vielleicht um einen schwach leuchtenden Stern. Zumindest diese Bedrohung ist jetzt abgewendet: Neue Beobachtungen mit dem CAFE-Spektrografen am Calar-Alto-Observatorium konnten bestätigen, dass es sich in der Tat um einen Planeten handelt. Allgemeiner bestätigt das Ergebnis die Gültigkeit der innovativen Nachweismethode, die bei der Entdeckung von Kepler-91b angewandt wurde. [mehr]
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SPHERE auf der Jagd nach Exoplaneten Revolutionäres Instrument liefert erste Bilder am ESO-Very Large Telescope

5. Juni 2014
Die Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems und die Beantwortung der Fragen nach ihrer Entstehung und ihrer möglicherweise erdähnlichen Natur zählen zu den spannendsten Herausforderungen der modernen Astrophysik. Fast alle der mehr als 1000 bisher entdeckten Exoplaneten wurden jedoch nur indirekt nachgewiesen – direkte Bilder waren Mangelware. Mit SPHERE steht den Astronomen nun aber ein außergewöhnliches High-Tech-Instrument zur Verfügung, mit dem sich gezielt Aufnahmen von Exoplaneten und Staubscheiben neu entstehender Planetensysteme gewinnen lassen. Erste Bilder von SPHERE am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile demonstrieren die enorme Leistungsfähigkeit des Instruments, das von zwölf Partnern entwickelt wurde – darunter auch das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg als Co-PI-Institut. [mehr]

Andromeda IX – die lichtschwächste bekannte Galaxie

3. Juni 2014
Im Rahmen des Sloan Digital Sky Survey (SDSS), eines internationalen Projekts zur hochempfindlichen Durchmusterung großer Himmelsareale, hat eine Gruppe von Astronomen die lichtschwächste jemals beobachtete Galaxie entdeckt – sie liegt unmittelbar vor unserer kosmischen Haustür. Die Entdeckung bedeutet einen wichtigen Fortschritt in unserem Verständnis der Dunklen Materie und ihrer Rolle bei der Bildung der Galaxien. [mehr]
 
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