Neueste MPIA-Wissenschaftsmeldungen

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Teaser 1503584969

Kosmisches Verkehrsaufkommen, abgelenkte Kometen, und ein genauer Blick auf die Auslöser kosmischer Katastrophen

31. August 2017
Wenn Sterne in der Nähe der Sonne vorbeifliegen, können sie Kometen aus der sogenannten Oort-Wolke in die inneren Regionen des Sonnensystems lenken. Sternbegegnungen sind so ein wichtiger Faktor um die Häufigkeit von Kometeneinschlägen auf der Erde abschätzen zu können. Coryn Bailer-Jones vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat jetzt mithilfe von Daten des ESA-Satelliten Gaia die erste systematische Abschätzung der Häufigkeit solcher Begegnungen vorgenommen: Pro Million Jahre kommen bis zu zwei Dutzend Sterne der Sonne auf einige Lichtjahre nahe – unser Sonnensystem kommt gar nicht erst zur Ruhe. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1503585032

Ungewöhnliches Planetensystem um schnell rotierenden Stern wirft Fragen zur Planetenentstehung auf

6. Juli 2017
Astronomen haben einen seltenen warmen, massereichen jupiterartigen Planeten entdeckt, der einen extrem schnell rotierenden Stern umkreist. Die Entdeckung wirft Fragen zur Entstehung von Planeten im allgemeinen auf – weder seine vergleichsweise geringe Masse noch seine große Entfernung vom Stern entspricht den Erwartungen der Modelle zur Planetenentstehung. Nur für einen Bruchteil der bekannten Planeten um andere Sterne gibt es überhaupt wie hier direkte Abbildungen. Die Beobachtungen wurden mit dem Instrument SPHERE am Very Large Telescope der ESO durchgeführt. Die Ergebnisse werden jetzt in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1495531206

Schnell wachsende Galaxien könnten kosmisches Rätsel lösen – zeigen früheste Verschmelzung

24. Mai 2017
Astronomen haben im frühen Universum eine neue Art von Galaxie entdeckt, die bereits weniger als eine Milliarde nach dem Urknall hundert Mal schneller Sterne bildet als unsere Milchstraße. Das könnte einen früheren Befund erklären: eine Population überraschend massereicher Galaxien 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall, deren Existenz solche Super-Produktivität voraussetzt. Die Beobachtungen zeigen außerdem das früheste bekannte Beispiel verschmelzender Galaxien. Die Ergebnisse von Roberto Decarli vom Max-Planck-Institut für Astronomie und seinen Kollegen werden am 25. Mai in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1494935763

Erste Radiobeobachtungen einer Planeten-Scheibe: Planetenartiges Objekt entstand offenbar ähnlich wie ein Stern

18. Mai 2017
Erste Radiobeobachtungen des einsamen planetenartigen Objekts OTS44 zeigen eine staubige protoplanetare Scheibe ähnlich der eines jungen Sterns. Das ist unerwartet: Laut den herkömmlichen Modellen sollte ein so massearmes Objekt nicht so entstehen können wie ein Stern, also beim Kollaps einer Gaswolke. Offenbar sind sich Sterne und planetenartige Objekte ähnlicher als bisher angenommen. Das neue Ergebnis einer Gruppe um Amelia Bayo, zu der auch mehrere Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, ist am 18. Mai 2017 in den Astrophysical Journal Letters erschienen. [mehr]
Teaser 1494256863

Entdeckung im frühen Universum stellt Modelle für Schwarzes-Loch-Wachstum infrage

11. Mai 2017
Quasare sind hell leuchtende, weithin sichtbare kosmische Objekte, in deren Zentren sich supermassereiche Schwarze Löcher befinden. Einfallende Materie erhöht die Masse des Schwarzen Lochs und liefert andererseits die Energie für das Leuchten der Quasare. Jetzt haben Astronomen unter der Leitung von Christina Eilers extrem junge und ungewöhnliche Quasare gefunden. Diese Quasare sammeln erst seit rund 100,000 Jahren Materie, haben aber bereits eine Masse von rund einer Milliarde Sonnenmassen. Herkömmlichen Modellen zufolge hätten die Quasare mindestens tausend Mal länger Materie auf sich ziehen müssen, um diese Masse zu erreichen. Die Ergebnisse sind im Astrophysical Journal erschienen. [mehr]
Teaser 1492769195

Seltene Doppelquasare durchleuchten das Wasserstoff-Netzwerk unseres Kosmos

27. April 2017
Die Materie im Raum zwischen den Galaxien bildet ein gewaltiges Netzwerk verbundener Filamente. Fast alle Atome im Universum sind Teil dieses kosmischen Netzwerks – die meisten davon direkte Überbleibsel der Urknallphase. Jetzt hat ein Team unter Leitung von Forschern des Max-Planck-Instituts für Astronomie erstmals die Feinstruktur dieses Netzwerks rund 2 Milliarden Jahre nach dem Urknall vermessen: mit einer neuen Methode, die das Netzwerk mithilfe von Paaren sehr heller, nahe beieinander stehender Quasare durchleuchtet. Die Ergebnisse helfen, die sogenannte Reionisierungsära der kosmischen Geschichte zu rekonstruieren. Sie erscheinen am 28. April in der Fachzeitschrift Science. [mehr]
Teaser 1488968637

Atmosphäre um kleine Supererde nachgewiesen

6. April 2017
Astronomen haben eine Atmosphäre nachgewiesen, welche die “Supererde” GJ 1132b umgibt. Es handelt sich um den ersten Nachweis einer Atmosphäre bei Planeten dieser Art – einer Supererde mit vergleichsweise niedriger, erdähnlicher Masse – und damit um einen wichtigen Schritt hin zum Nachweis von Leben auf Exoplaneten. Das Astronomenteam, zu dem auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, nutzte das 2,2-Meter-ESO/MPG-Teleskop in Chile um Bilder vom zugehörigen Stern GJ 1132 aufzunehmen und die winzigen Helligkeitsminderungen nachzuweisen die auftreten, wenn der Stern samt Atmosphäre direkt vor seinem Heimatstern vorbeizieht. [mehr]
Teaser 1487230338

Mit Radiowellen den Sternentstehungsraten von Galaxien auf der Spur

21. Februar 2017
Einige Galaxien produzieren größere Mengen neuer Sterne während andere deutlich weniger produktiv sind. Jetzt hat ein Astronomenteam unter der Leitung von Fatemeh Tabatabaei (Instituto de Astrofísica de Canarias) ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die Sternentstehungsrate ferner Galaxien mithilfe von Radiobeobachtungen messen lässt. Die Forscher nutzten dazu einen Datensatz von 52 nahen Spiralgalaxien, die zusätzlich mit dem 100-Meter-Radioteleskop in Effelsberg bei verschiedenen Wellenlängen beobachtet wurden. Die Sternentstehungsrate ist eine Schlüsseleigenschaft einer Galaxie, und Veränderungen der durchschnittlichen Sternentstehungsrate sind ein wichtiger Aspekt der Entwicklung unseres Universums als Ganzes. [mehr]
Teaser 1486469015

Die dreidimensionale Struktur einer Planeten-Geburtsstätte

7. Februar 2017
Astronomen haben dreidimensionale Strukturen in der protoplanetaren Scheibe rund um den jungen Stern TW Hydrae nachgewiesen. Mit einer neuartigen Analysetechnik konnten sie aus Beobachtungen der Scheibe Rückschlüsse auf deren Struktur ziehen. Das ist ein Fortschritt gegenüber früheren Bildern solcher Scheibenstrukturen: In denen war nicht unterscheidbar, ob es sich um Regionen unterschiedlicher Dichte oder um Unterschiede in der Chemie oder im Aggregatzustand von Staubteilchen handelte. Das Muster, eine ringförmige Lücke, könnte durch einen Planeten verursacht sein oder Instabilitäten anzeigen, aus denen ein Planet entstehen könnte. [mehr]
Teaser 1475071963

Nicht nur in Galaxien: ALMA zeigt Spiralstruktur in protoplanetarer Scheibe 

29. September 2016
Astronomen haben eine auffällige Spiralarm-Struktur in der Gas- und Staubscheibe des jungen Sterns Elias 2-27 entdeckt. Zum ersten Mal konnte dabei gezeigt werden, dass die Spiralstruktur die Region nahe der Mittelebene der Scheibe einschließt, wo neue Planeten geboren werden. Derartige Strukturen können entweder Folge der Anwesenheit junger Planeten sein oder aber die Bedingungen schaffen, unter denen neue Planeten überhaupt erst entstehen können. Entsprechend stellen die neuen Beobachtungen einen Schritt in Richtung eines besseren Verständnisses der Planetenentstehung dar. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1474461270

Geschichte der Sternentstehung auf kosmischen Skalen: ALMA dokumentiert Sternen-Rohmaterial in fernen Galaxien

22. September 2016
Untersuchungen mit dem Teleskopverbund ALMA haben dokumentiert, welches Rohmaterial seit der Frühzeit rund 2 Milliarden Jahre nach dem Urknall im Kosmos zur Verfügung stand. Die Beobachtungen unter der Leitung von Fabian Walter vom Max-Planck-Institut für Astronomie nahmen dazu das sogenannte Hubble Ultra Deep Field (HUDF) ins Visier, das erstmals 2003/2004 vom Weltraumteleskop Hubble bis ins Detail abgebildet wurde. Dies sind die ersten hochempfindlichen Beobachtungen des HUDF im Millimeterwellenbereich, die auch spektrale Informationen enthalten und die Galaxien zeigen können, deren Licht rund 11 Milliarden Jahre zu uns unterwegs war. [mehr]
Teaser 1471848848

Planet in habitabler Zone um erdnächsten Stern entdeckt

24. August 2016
Astronomen haben einen Planeten entdeckt, der den erdnächsten Stern außerhalb unseres Sonnensystems umkreist, Proxima Centauri. Der Planet, Proxima Centauri b, umläuft seinen Stern in der sogenannten habitablen Zone, also dort, wo auf einem Planeten im Prinzip flüssiges Wasser existieren könnte. Die Entdeckung gelang mit der Radialgeschwindigkeitsmethode, die nach winzigen Bewegungsänderungen von Sternen sucht, wie sie durch umlaufende Planeten verursacht werden. Zusätzlich zu neuen Messdaten nutzte die Auswertung Spektren, die MPIA-Astronom Martin Kürster und Kollegen zwischen 2000 und 2007 aufgenommen hatten. [mehr]
Teaser 1468944473

Gigantische X-förmige Struktur gibt Hinweise auf galaktische Geschichte

19. Juli 2016
Zwei Astronomen haben die erste direkte Abbildung einer gigantischen x-förmigen Struktur rund um das Zentrum der Milchstraße erstellt. Das Projekt profitierte von Offenheit im Umgang mit wissenschaftlichen Daten: Es begann, als Dustin Lang (Universität Toronto) einen Tweet mit einem selbst angefertigten Milchstraßenbild verschickte; Melissa Ness (Max-Planck-Institut für Astronomie) erkannte das wissenschaftliche Potenzial der dort gezeigten Daten für die Geschichte unserer Galaxis. Die x-förmige Struktur zeigt an, dass die zentrale Verdickung unserer Milchstraße durch dynamische Wechselwirkungen der Sterne entstanden sein dürfte, nicht durch den Zusammenstoß mit kleineren Galaxien. [mehr]
Teaser 1462268292

Das versteckte Innenleben des Orionnebels: Tanzende Filamente und eine neuartige Möglichkeit der Sternentstehung

11. Mai 2016
Im Weltall können in vergleichsweise kurzer Zeit ganze Sternhaufen entstehen. Aus einer Untersuchung eines Gas- und Staubfilaments, zu dem auch der bekannte Orionnebel gehört, schlagen Amelia Stutz und Andrew Gold vom Max-Planck-Institut für Astronomie einen neuen Mechanismus für diese ultraschnelle Sternentstehung vor. Ihren Untersuchungen nach ist das Filament eine flexible Struktur, zusammengehalten durch Gravitation und stabilisiert durch Magnetfelder, die hin und her schwingt. Dies und die Lage der Sternhaufen rund um das Filament legt nahe, dass Instabilitäten, wie sie aus der Plasmaphysik bekannt sind, für die schnelle Bildung von Sternhaufen verantwortlich sein könnten. [mehr]
Teaser 1460659252

Blick in Kinderstube von Erden und Supererden: Bislang detaillierteste Abbildung der inneren Regionen einer protoplanetaren Scheibe

31. März 2016
Neue Beobachtungen liefern die bislang deteilreichsten Aufnahmen eines jungen Planetensystem-Vorläufers rund um den Stern TW Hydrae: eine protoplanetare Scheibe mit ringartigen Strukturen, in denen Lücken auf das Vorhandensein von Planeten hindeuten könnten. Die Bilder wurden mit dem ALMA-Observatorium aufgenommen und zeigen die innersten Scheibenregionen. Dort ist genau in jenem Abstand vom Zentralstern, der dem Abstand der Erde von der Sonne entspricht, eine ringförmige Lücke zu sehen. Diese Lücke könnte das Vorhandensein eines Planeten auf einer erdähnlichen Umlaufbahn rund um TW Hydrae anzeigen. [mehr]
Teaser 1458223704

Detailreiche Bilder eines planetaren Embryos zeigen Turboversion der Planetenentstehung

17. März 2016
Beobachtungen mit dem Radioteleskop VLA in New Mexico zeigen die inneren Partien der Planeten-Geburtsstätte rund um den jungen Stern HL Tauri so detailreich wie nie zuvor. Deutlich sichtbar ist dabei ein riesiger Staubklumpen mit dem drei- bis achtfachen der Erdmasse, der ideale Bedingungen für die Entstehung eines Planeten bietet. Die Masse des neuen Planeten dürfte zwischen jener der Erde und jener des Neptun liegen. Das Vorhandensein des Klumpens zeigt eine Lösung für ein grundlegendes Problem der Planetenentstehung auf: wie Planeten innerhalb der relativ kurzen Zeit entstehen können, die für ihr Wachstum zur Verfügung steht. [mehr]
Teaser 1471256178

Effizientere Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenz

1. März 2016
Ein schmaler Himmelsstreifen bietet gute Chancen auf die Entdeckung der Erde durch mögliche außerirdische Astronomen. Nach deren Botschaften kann nun gezielt gesucht werden. [mehr]
Teaser 1454713308

Die Sturm-und-Drang Phase der heranwachsenden Sterne

5. Februar 2016
Eine Forschungsgruppe unter Beteiligung des MPIA hat sich die Geburtsplätze der Sterne genauer angesehen: FU Orionis-Objekte, die zu den jüngsten sternenähnlichen Objekten zählen. Diese sogenannten Protosterne sind von großen, asymmetrischen Scheiben umgeben, die von einem kurzen, aber heftigen Zeitabschnitt in der frühen Phase der Sternentstehung zeugen. Mit dem 8m Subaru-Teleskop auf dem Gipfel des Mauna Kea auf Hawaii ist es nun gelungen, vier Scheiben mit einer nie dagewesener Auflösung aufzunehmen und Scheibenstrukturen zu messen. Die Resultate werden in der Fachzeitschrift 'Science Advances' veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1454491103

Extrem kalte Scheibe rund um jungen Stern bietet staubige Überraschung

3. Februar 2016
Dass die protoplanetare Scheibe mit dem Spitznamen „Fliegende Untertasse“ Rätsel aufgibt, hat nichts mit Außerirdischen zu tun, sondern mit winzigen Partikeln kosmischen Staubs. Eine neue Messung der Staubtemperatur in dieser Scheibe mit dem Teleskopverbund ALMA ergab überraschend niedrige Werte von nur 7 Grad über absolut Null (7 K). Die beteiligten Astronomen, darunter Dmitry Semenov vom Max-Planck-Institut für Astronomie, fanden, dass sich diese Temperatur nur durch ungewöhnliche Eigenschaften der Staubkörner in der Scheibe erklären lässt. Damit könnten solche Staubscheiben allgemein massereicher sein als bislang angenommen – mit Konsequenzen für die Planeten, die darin entstehen. [mehr]
Teaser 1452713403

Als es nach dem Urknall hell wurde: Kompakte Galaxien haben das frühe Universum aufgeheizt

13. Januar 2016
Wie ist das dunkle Zeitalter des Kosmos kurz nach dem Urknall zuende gegangen? Sogenannte "green pea"-Galaxien, die intensive UV-Strahlung produzieren, werden als mögliche Erklärung gehandelt. Jetzt haben Forscher eine dieser Galaxien eingehend untersucht und nachgewiesen, dass sie in der Tat genug UV-Strahlung in den umgebenden Raum abstrahlt, um die kosmische Reionisierung zu erklären: jene Übergangsphase ab rund 150 Millionen Jahren nach dem Urknall, bei dem der Großteil des intergalaktischen Wasserstoffs in Elektronen und Protonen zerlegt wurde. Das Forschungsergebnis wird in der Ausgabe vom 14. Januar 2016 der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1452267882

Big Data schreibt (galaktische) Geschichte: Die erste globale Alterskarte unserer Milchstraße

8. Januar 2016
Dank neuer Verfahren, das Alter Roter Riesensterne zu bestimmen, haben Astronomen erstmals auf großen Skalen die Altersstruktur unserer Milchstraße kartiert. Dazu bestimmten sie das Alter von fast 100 000 Roten Riesen in Abständen von bis zu 50 000 Lichtjahren vom galaktischen Zentrum. So konnten die Astronomen unter der Leitung von Melissa Ness und Marie Martig vom Max-Planck-Institut für Astronomie außerdem wichtige Teile des heutigen Verständnisses unserer Heimatgalaxie testen. Insbesondere bestätigt die Karte, dass unsere Heimatgalaxie von innen nach außen gewachsen ist und sich daher heute die meisten alten Sterne in den inneren Regionen befinden. [mehr]
Teaser 1445935115

Wie bekommen massereiche Sterne ihre Masse? Astronomen finden Scheibe um jungen, massereichen Stern

29. Oktober 2015
Wie erreichen Sterne Massen von mehr als dem Hundertfachen der Sonnenmasse? Schon länger wird angenommen, dass Gas- und Staubscheiben rund um die jungen Sterne dabei eine wichtige Rolle spielen könnten, Materie auf einige der hernach massereichsten Sterne zu lenken. Jetzt hat ein Team von Astronomen, zu dem auch Forscher des MPIA gehören, erstmals eine stabile Scheibe rund um einen der massereichsten gerade in Entstehung befindlichen Sterne unserer Galaxis entdeckt. Die Ergebnisse sind am 29. Oktober 2015 in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters veröffentlicht worden. [mehr]
Teaser 1445934864

Astronomen finden ungewöhnliche bewegte Strukturen in der Staubscheibe eines Sterns

7. Oktober 2015
Mithilfe des Instruments SPHERE und des Weltraumteleskops Hubble hat ein Team von Astronomen, dem auch Forscher vom Max-Planck-Institut für Astronomie angehören, ungewöhnliche bewegte Strukturen in der Staubscheibe um den nahen Stern AU Microscopii ausgemacht. Es handelt sich um die erste Beobachtung solcher zeitlich veränderlicher Strukturen überhaupt, und zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, worum es sich im einzelnen handelt und wie die Strukturen enstanden sind. Sie könnten mit Eruptionen des Sterns AU Mic und/oder mit (bislang nicht nachgewiesenen) Planeten in der Staubscheibe zusammenhängen. Die Ergebnisse sind in der Ausgabe vom 8. Oktober 2015 der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1431628423

Wenn das scheinbar Unmögliche passiert: Astronomen rätseln über Entdeckung des ersten Quasar-Quartetts

14. Mai 2015
Mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii haben Astronomen unter Leitung von Joseph Hennawi vom Max-Planck-Institut für Astronomie das erste Quasar-Quartett entdeckt: vier seltene aktive Schwarze Löcher in direkter Nachbarschaft zueinander. Das Quartett befindet sich in einer der massereichsten Strukturen, die je im fernen Universum nachgewiesen wurden, und ist von einem Nebel aus kaltem Gas umgeben. Handelt es sich nicht um eine Zufallsentdeckung, Wahrscheinlichkeit eins zu zehn Millionen, müssten die Kosmologen ihre Modelle der Entwicklung der Quasare und der großräumigen kosmischen Strukturen noch einmal überdenken. Die Ergebnisse erscheinen am 15. Mai 2015 in der Fachzeitschrift Science. [mehr]
Teaser 1431009638

Direkte Abbildung eines ganzen Planetensystems

20. April 2015
Ein internationales Astronomenteam, zu dem auch sechs Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, hat das Exoplanetensystem um den Stern HR8799 direkt abgebildet. Das Team nutzte dabei das Large Binocular Telescope auf dem Mount Graham in Arizona, USA. [mehr]
Teaser 1426604778

Galaktischer "Raketenantrieb" erklärt ungewöhnliche Sternbewegungen in Galaxien

19. März 2015
Eine Entdeckung der MPIA-Doktorandin Athanasia Tsatsi hat das astronomische Verständnis von Galaxienzusammenstößen verändert. Sie erklärt bislang nicht recht verstandene Sternbewegungen in den elliptischen Galaxien, die bei solchen Kollisionen entstehen: Regionen, in denen die Sterne gerade anders herum ums galaktische Zentrum umlaufen als im Rest der Galaxie. Bisherige Erklärungsversuche hatten eine spezielle relative Orientierung ("retrograd") der kollidierenden Galaxien vorausgesetzt. Tsatsi entdeckte eine weitere Möglichkeit, solche "gegenläufigen Zentralregionen" zu erzeugen: Der Massenverlust der beteiligten Galaxien wirkt dabei ähnlich wie eine Art riesiger Raketenantrieb. [mehr]
Teaser 1425992721

Außerirdische Farbenvielfalt: Wie erkennt man Leben auf anderen Planeten?

16. März 2015
Astronomen und Biologen unter der Leitung des MPIA-Doktoranden Siddharth Hegde haben die "chemischen Fingerabdrücke" von 137 verschiedenen Spezies von Mikroorganismus bestimmt. Das Ergebnis soll in Zukunft dabei helfen, Leben auf der Oberfläche von Exoplaneten nachzuweisen. Die Organismen stammen aus den unterschiedlichsten Lebensräumen, und einige von ihnen sind an extreme Umweltbedingungen angepasst. Das erlaubt eine erste vorsichtige Abschätzung der möglichen Farbenvielfalt von Lebensformen auf Exoplaneten. Die Ergebnisse sind als Online-Datenbank und in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1425990936

Staubscheiben überleben kosmisches Feuerwerk junger Riesensterne

10. März 2015
Astronomen haben Staubscheiben um junge Sterne entdeckt, in Sternhaufen, die erst kürzlich nahe dem Zentrum der Milchstraße entstanden sind. Weil junge Sternhaufen sehr heisse Sterne enthalten, die energiereiche UV-Strahlung erzeugen, wurde bisher angenommen, daß solche Staubscheiben rasch durch diese Strahlung zerstört würden. Staubscheiben um junge Sterne sind als zukünftige Geburtsstätten von Planetensystemen von Interesse. Dass sie extreme Bedingungen länger überleben können als gedacht, liefert neue Hinweise, wann und wie Planeten entstanden sind. Vor allem im jungen Universum waren ähnlich extreme Bedingungen häufig, weil die Geburtsrate junger Sterne in Galaxien viel höher war. [mehr]
Teaser 1423730271

Astronomen finden einen möglichen planetaren Überlebenskünstler

12. Februar 2015
Zwei unabhängige Gruppen von Astronomen, eine davon unter der Leitung von Simona Ciceri vom Max-Planck-Institut für Astronomie, haben einen ungewöhnlich massereichen Planeten entdeckt, der einen Roten Riesenstern umkreist. Der Planet, Kepler-432b, ist einer von nur fünf bekannten Planeten, die Rote Riesen in vergleichsweise engem Abstand umkreisen. Früher waren die Astronomen ausgegangen, dass solche Planeten auf kurzen Zeitskalen von ihren Sternen hätten verschluckt werden sollen; die neue Entdeckung könnte anzeigen, dass solche Planeten länger überleben als gedacht. [mehr]
Teaser 1420890822

Kosmische »Computertomographie« zeigt die dreidimensionale Struktur unseres Universums

16. Oktober 2014
Ein Astronomenteam unter der Leitung von Khee-Gan Lee vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat die erste dreidimensionale Karte aus der stürmischen Jugend unseres Universums rekonstruiert: aus einer Zeit ganze 3 Milliarden Jahre nach dem Urknall. Die Forscher verwendeten eine neue Technik analog zur Computertomographie der Mediziner: Mithilfe des Lichts entfernter Hintergrundgalaxien durchleuchteten sie den Kosmos und rekonstruierten seine 3D-Struktur. Die so geschaffene Karte zeigt einen Ausschnitt aus dem »kosmischen Netz« aus dunkler Materie und Gas, das die größten Strukturen im Universum bildet. [mehr]
Teaser 1420890822

Kleinste bekannte Galaxie mit einem Supermassereichen Schwarzen Loch

17. September 2014
Befinden sich viele versteckte Schwarze Löcher in den kleinen Resten zerstörter Galaxien? [mehr]
Teaser 1420890821

Gigantischer Fund: Der größte Stern in der größten Sternenkinderstube unserer Heimatgalaxie

28. August 2014
Eine Astronomengruppe unter der Leitung von Shiwei Wu vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat den massereichsten Stern in W49, dem größten Sternentstehungsgebiet unserer Milchstraße identifiziert. Der Stern, der als W49nr1 bezeichnet wird, besitzt zwischen 100 und 180 Mal soviel Masse wie unsere Sonne – nur einige Dutzend solcher Sterne sind überhaupt bislang bekannt. Von der Erde aus gesehen ist W49 hinter dichten Staubwolken verborgen. Nur mit Infrarotbeobachtungen gelang es, den Stern zu identifizieren. Von der Entdeckung erhoffen sich die Astronomen neue Einsichten in die Entstehung derart massereicher Sterne sowie zu der Rolle, die sie in den größten Sternhaufen spielen. [mehr]
Teaser 1420890821

Bestätigung für einen chancenlosen Planeten

8. August 2014
Der Planet Kepler-91b hat keine Chance: in rund 55 Millionen Jahren wird er von seinem Stern verschluckt werden. Doch seine Existenz schien noch auf andere Art bedroht: Zwei Studien legten nahe, es handle sich gar nicht um einen Planeten, sondern vielleicht um einen schwach leuchtenden Stern. Zumindest diese Bedrohung ist jetzt abgewendet: Neue Beobachtungen mit dem CAFE-Spektrografen am Calar-Alto-Observatorium konnten bestätigen, dass es sich in der Tat um einen Planeten handelt. Allgemeiner bestätigt das Ergebnis die Gültigkeit der innovativen Nachweismethode, die bei der Entdeckung von Kepler-91b angewandt wurde. [mehr]
Teaser 1420890821

SPHERE auf der Jagd nach Exoplaneten Revolutionäres Instrument liefert erste Bilder am ESO-Very Large Telescope

5. Juni 2014
Die Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems und die Beantwortung der Fragen nach ihrer Entstehung und ihrer möglicherweise erdähnlichen Natur zählen zu den spannendsten Herausforderungen der modernen Astrophysik. Fast alle der mehr als 1000 bisher entdeckten Exoplaneten wurden jedoch nur indirekt nachgewiesen – direkte Bilder waren Mangelware. Mit SPHERE steht den Astronomen nun aber ein außergewöhnliches High-Tech-Instrument zur Verfügung, mit dem sich gezielt Aufnahmen von Exoplaneten und Staubscheiben neu entstehender Planetensysteme gewinnen lassen. Erste Bilder von SPHERE am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile demonstrieren die enorme Leistungsfähigkeit des Instruments, das von zwölf Partnern entwickelt wurde – darunter auch das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg als Co-PI-Institut. [mehr]

Andromeda IX – die lichtschwächste bekannte Galaxie

3. Juni 2014
Im Rahmen des Sloan Digital Sky Survey (SDSS), eines internationalen Projekts zur hochempfindlichen Durchmusterung großer Himmelsareale, hat eine Gruppe von Astronomen die lichtschwächste jemals beobachtete Galaxie entdeckt – sie liegt unmittelbar vor unserer kosmischen Haustür. Die Entdeckung bedeutet einen wichtigen Fortschritt in unserem Verständnis der Dunklen Materie und ihrer Rolle bei der Bildung der Galaxien. [mehr]
Teaser 1421315560

Astronomen finden Rezept für die Sternentstehung

10. April 2014
Astronomen haben eine Möglichkeit gefunden, anhand von Beobachtungen vorherzusagen, wieviele neue Sterne sich in einer Molekülwolke bilden werden. Sie nutzen dabei eine neue Methode, die räumliche Struktur solcher Wolken zu rekonstruieren. Das damit gefundene »Sternentstehungs-Rezept« erlaubt es, Theorien der Sternentstehung direkt mit Beobachtungen zu vergleichen. Außerdem werden Teleskope wie z.B. der Teleskopverbund ALMA damit die Sternentstehungs-Aktivität ferner Gaswolken abschätzen und so eine Sterngeburten-Karte unserer Heimatgalaxie erstellen können. Die Ergebnisse werden am 11. April 2014 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1421334524

Wo die kleinen Galaxien herkommen: Kosmische Zusammenstöße zwischen Zwerggalaxien

23. Februar 2014
Galaxien wachsen, indem sie sich kleinere Galaxien einverleiben oder mit anderen Galaxien verschmelzen. Jetzt hat eine Gruppe von Astronomen, zu der auch Glenn van de Ven vom Max-Planck-Institut für Astronomie gehört, das bisher kleinste Beispiel für den Überrest einer solchen Galaxienverschmelzung identifiziert: die Zwerggalaxie Andromeda II (AndII), ein Satellit der bekannten Andromeda-Galaxie. Anhand der Bewegung der Sterne in der Galaxie machten die Forscher zwei unterschiedliche Sterngruppen ausfindig: die Sterne der ursprünglichen AndII-Zwerggalaxie und Sterne einer anderen Zwergalaxie, die mit AndII verschmolz. [mehr]
Teaser 1421335123

Erste Oberflächenkarte eines Braunen Zwergs liefert den fernsten Wetterbericht aller Zeiten

29. Januar 2014
Astronomen haben die erste Detailuntersuchung von Atmosphäreneigenschaften – das Analogon einer Wetterkarte – eines Braunen Zwergs (Mittelding zwischen Stern und Planet) veröffentlicht: die erste Oberflächenkarte eines Braunen Zwergs überhaupt sowie Messungen, die Atmosphäreneigenschaften in unterschiedlichen Höhenlagen erfassen. Die Ergebnisse läuten eine neue Ära der Erforschung Brauner Zwerge ein, in der Astronomen Modelle für die Wolkenbildung auf diesen Gebilden – und später auch auf riesigen Gasplaneten – anhand von Beobachtungen überprüfen können. Sie wurden in den Fachzeitschriften Nature und Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1421662078

Schwarzes Loch beleuchtet kosmisches Netz

19. Januar 2014
Den gängigen Vorstellungen der Kosmologen zufolge bildet die Materie im Weltall auf riesigen Größenskalen ein verzweigtes Netz von Filamenten aus Gas. Die große Mehrheit der Wasserstoffatome sind seit dem Urknall ein Teil dieses weitgehend unveränderten kosmischen Netzwerks. Jetzt ist Forschern der University of California at Santa Cruz und des Max-Planck-Instituts für Astronomie erstmals eine Aufnahme dieser kosmischen Filamentstruktur gelungen. Sie nutzten dafür die intensive Strahlung, die von einem supermassereichen Schwarzen Loch generiert wird und einen kleinen Teil des kosmischen Netzes hell erleuchtet. [mehr]
Teaser 1438688421

Stern-Geburtsstätten sind ganz anders, zeigt ein neuer Wolkenatlas

10. Dezember 2013
Eine mehrjährige Studie der Whirlpool-Galaxie (M51) hat das Bild der Astronomen von den riesigen Molekülwolken verändert, in denen Sterne geboren werden. Die Untersuchung, die einen Katalog mit 1500 solcher Wolken erstellt hat, zeigt, dass die Wolken offenbar in eine Art diffuser Molekül-Nebelschwaden eingebettet sind, welche die gesamte galaktische Scheibe durchziehen. Der Druck, den diese Nebelschwaden ausüben, bestimmt, ob sich in den Wolken neue Sterne bilden oder nicht. Die Studie wurde von Eva Schinnerer vom Max-Planck-Institut für Astronomie geleitet und beruht wesentlich auf Daten der Millimeter-Teleskope von IRAM, Institut de Radioastronomie Millimétrique. [mehr]
Teaser 1438688916

Astronomen gelingt seltener Schnappschuss einer Planetenbaustelle

24. Oktober 2013
Planeten entstehen in Scheiben aus Gas und Staub rund um junge Sterne. Nun ist mit dem Verbundteleskop ALMA und dem Weltraumobservatorium Herschel eine seltene Aufnahme einer Planetenbaustelle in einem unerwarteten Zwischenstadium gelungen: Entgegen den Erwartungen enthält die Scheibe um den Stern HD 21997 sowohl ursprüngliches Gas aus der Zeit der Sternentstehung als auch Staub, der durch die Kollision von Planetesimalen entstanden ist – den urtümlichen kosmischen Gesteinsbrocken, aus denen die sehr viel größeren Planeten entstehen. Dies ist die erste Beobachtung einer solchen »hybriden Scheibe« und dürfte eine Nachbesserung der gängigen Modelle der Planetenentstehung erfordern. [mehr]
Teaser 1438694947

Licht auf krummen Touren:
Astronomen entdecken eine Gravitationslinse in Rekordentfernung

17. Oktober 2013
Ein Astronomen-Team um Arjen van der Wel vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat die bislang am weitesten entfernte Gravitationslinse entdeckt: eine Galaxie die, wie von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie vorhergesagt, das Licht eines deutlich weiter entfernten Objekts ablenkt und verstärkt. Die Entdeckung ermöglicht es, die Masse einer weit entfernten Galaxie direkt zu messen. Aber sie gibt auch ein Rätsel auf: Linsen dieser Art müssten äußerst selten sein. Gemessen an der Zahl der bekannten Beispiele hatten die Astronomen entweder phänomenales Glück oder, wahrscheinlicher: sie haben die Anzahl kleiner, sehr aktiver junger Galaxien im frühen Universum erheblich unterschätzt. [mehr]
Teaser 1438694917

Wo die Unterschiede zwischen Sternen und Planeten verwischen:
Einsame Planeten helfen beim Verständnis der Sternentstehung

9. Oktober 2013
Eine Gruppe von Astronomen, zu der auch Niall Deacon vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) gehört, hat ein Bild eines ungewöhnlichen frei im All treibenden Planeten aufgenommen. Ohne Heimatstern ist das Objekt ungleich einfacher zu untersuchen als ein normaler Planet und verspricht neue Erkenntnisse über die Eigenschaften von Planetenatmosphären. Zu der Frage, wie sich derart massearme Einzelobjekte bilden, liefern unabhängige Beobachtungen von Viki Joergens (MPIA) und Kollegen neue Daten: Die Astronomen fanden heraus, dass ein ganz ähnliches massearmes Objekt auf die gleiche Weise geboren wird wie ein junger Stern – eine wichtige Information für unser Verständnis der Sternentstehung. [mehr]
Teaser 1438694894

Eine Galaxie tankt auf

2. Oktober 2013
Astronomen unter der Leitung von Neil Crighton (Max-Planck-Institut für Astronomie und Swinburne University of Technology) haben kalte Materieströme von Wasserstoff aus der Frühzeit des Universums beobachtet, die in eine ferne Galaxie fließen und dort als Grundstoff für die Entstehung neuer Sterne dienen. Solche Ströme sind ein wichtiger Bestandteil von Modellen, die eine Ära intensiver Sternentstehung vor rund 10 Milliarden Jahren erklären sollen. Die Entdeckung nutzte einen kosmischen Zufall: einen fernen, hellen Quasar, der das Gas wie eine Art kosmischer Scheinwerfer von hinten anleuchtet. Die Entdeckung wurde in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1438694861


Dem Sonnensystem-Zwilling einen Schritt näher: Subaru-Teleskop liefert Bild des »kalten Jupiters« GJ 504 b

5. August 2013
Eine Astronomengruppe, zu der auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, hat eine wichtige Hürde für den Nachweis von fernen Sternensystemen genommen, die unserem eigenen Sonnensystem ähneln: Mit dem Subaru-Teleskop auf Hawaii konnten sie ein Bild des jupiterähnlichen Planeten GJ 405b aufnehmen. Dies ist das erste Bild eines Planeten, der einen sonnenähnlichen Stern (Spektraltyp G) umkreist. GJ 405b ist zudem der bislang kälteste und wahrscheinlich auch der bislang masseärmste Exoplanet, von dem Astronomen bisher Bilder gewinnen konnten. [mehr]
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Sternentstehung ohne Zukunft: NGC 253 und die Grenzen des galaktischen Wachstums

24. Juli 2013
Astronomen gehen seit längerem davon aus, dass überreichliche Sternproduktion in der Gegenwart die Möglichkeiten einer Galaxie einschränkt, auch in Zukunft Sterne zu produzieren. Nun konnte eine Astronomengruppe, zu der auch Fabian Walter vom Max-Planck-Institut für Astronomie gehört, die ersten detailreichen Bilder dieser Art selbstlimitierenden galaktischen Verhaltens aufnehmen: molekulares Gas, Rohmaterial der Sternentstehung, das aus den Sternentstehungsgebieten in der Sculptor-Galaxie (NGC 253) strömt. Die Studie, die das jüngst in Betrieb genommene Verbundteleskop ALMA in Chile nutzt, wird am 25. Juli 2013 in der Zeitschrift Nature veröffentlicht. [mehr]
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Bislang aussichtsreichste Kandidaten für lebensfreundliche Exoplaneten gefunden

18. April 2013
Ein internationales Wissenschaftlerteam, zu dem auch Lisa Kaltenegger (Max-Planck-Institut für Astronomie) gehört, hat die Entdeckung zweier potenziell erdähnlicher Planeten, Kepler-62e und Kepler-62f mit dem NASA-Weltraumteleskop Kepler bekanntgegeben, die sich in der habitablen Zone des Sterns Kepler-62 befinden. Ihren Radien nach zu urteilen, sollte es sich um Felsplaneten handeln. Damit wären dies die bislang besten Kandidaten für lebensfreundliche Planeten. Die Untersuchungen von Dr. Kaltenegger zeigen, dass beide Planeten in der sogenannten habitablen Zone ihres Sterns liegen, in der flüssiges Wasser vorkommen kann – die Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen. [mehr]
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Genaue Ortsbestimmung für die produktivsten Galaxien im Universum

17. April 2013
Mithilfe des Teleskopverbunds ALMA ist es einer Astronomengruppe gelungen, die Positionen von mehr als 100 der produktivsten sternenbildenden Galaxien im Universum mit unerreichter Genauigkeit zu bestimmen. Die genauen Positionen konnten dazu beitragen, ein die ungeheure Stern-Produktivität dieser Galaxien betreffendes Rätsel zu lösen. Sie zeigen auch, dass frühere Studien beträchtliche Probleme damit hatten, die solche Galaxien überhaupt zuverlässig zu identifizieren – und wie sich diese Probleme durch präzise Messungen vermeiden lassen. [mehr]
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Herschel findet die jüngsten Protosterne

19. März 2013
Eine Gruppe von Astronomen unter der Leitung von Amelia Stutz vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg hat das Herschel Space-Teleskop und das Submillimeter-Teleskop APEX genutzt, um die jüngsten bislang bekannten Protosterne zu entdecken und zu charakterisieren: stellare Embryos, die tief in dichte Staub-Kokons eingebettet sind. Die Entdeckung verspricht neue Einblicke in die frühesten Stadien der Sternentwicklung, und damit auch Aufschluss über die Entstehung unseres eigenen Heimatsterns, der Sonne. Die Arbeit erscheint in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal. [mehr]
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Neuer Ansatz für Jagd nach kosmischem Teilchenbeschleuniger

14. Februar 2013
Astronomen um Sladjana Nikolić vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg haben Teilbereiche des Supernovaüberrests SN 1006 mit nie erreichter Genauigkeit beobachtet. Solche Überreste gelten als Quellen für einen Teil der kosmischen Teilchenstrahlung, welche die Erde trifft. Die Beobachtungen geben erstmals Hinweise auf mögliche Vorläuferteilchen für die kosmische Teilchenstrahlung solcher Objekte. Die neuartige Beobachtungstechnik, die zum Einsatz kam, verspricht eine Vielzahl weiterer Erkenntnisse dazu, wie Supernovaüberreste kosmische Teilchen beschleunigen. Die Ergebnisse werden am 14. Februar 2013 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. [mehr]
 
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