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Teaser 1421315560

Astronomen finden Rezept für die Sternentstehung

10. April 2014
Astronomen haben eine Möglichkeit gefunden, anhand von Beobachtungen vorherzusagen, wieviele neue Sterne sich in einer Molekülwolke bilden werden. Sie nutzen dabei eine neue Methode, die räumliche Struktur solcher Wolken zu rekonstruieren. Das damit gefundene »Sternentstehungs-Rezept« erlaubt es, Theorien der Sternentstehung direkt mit Beobachtungen zu vergleichen. Außerdem werden Teleskope wie z.B. der Teleskopverbund ALMA damit die Sternentstehungs-Aktivität ferner Gaswolken abschätzen und so eine Sterngeburten-Karte unserer Heimatgalaxie erstellen können. Die Ergebnisse werden am 11. April 2014 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1421334524

Wo die kleinen Galaxien herkommen: Kosmische Zusammenstöße zwischen Zwerggalaxien

23. Februar 2014
Galaxien wachsen, indem sie sich kleinere Galaxien einverleiben oder mit anderen Galaxien verschmelzen. Jetzt hat eine Gruppe von Astronomen, zu der auch Glenn van de Ven vom Max-Planck-Institut für Astronomie gehört, das bisher kleinste Beispiel für den Überrest einer solchen Galaxienverschmelzung identifiziert: die Zwerggalaxie Andromeda II (AndII), ein Satellit der bekannten Andromeda-Galaxie. Anhand der Bewegung der Sterne in der Galaxie machten die Forscher zwei unterschiedliche Sterngruppen ausfindig: die Sterne der ursprünglichen AndII-Zwerggalaxie und Sterne einer anderen Zwergalaxie, die mit AndII verschmolz. [mehr]
Teaser 1421335123

Erste Oberflächenkarte eines Braunen Zwergs liefert den fernsten Wetterbericht aller Zeiten

29. Januar 2014
Astronomen haben die erste Detailuntersuchung von Atmosphäreneigenschaften – das Analogon einer Wetterkarte – eines Braunen Zwergs (Mittelding zwischen Stern und Planet) veröffentlicht: die erste Oberflächenkarte eines Braunen Zwergs überhaupt sowie Messungen, die Atmosphäreneigenschaften in unterschiedlichen Höhenlagen erfassen. Die Ergebnisse läuten eine neue Ära der Erforschung Brauner Zwerge ein, in der Astronomen Modelle für die Wolkenbildung auf diesen Gebilden – und später auch auf riesigen Gasplaneten – anhand von Beobachtungen überprüfen können. Sie wurden in den Fachzeitschriften Nature und Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1421662078

Schwarzes Loch beleuchtet kosmisches Netz

19. Januar 2014
Den gängigen Vorstellungen der Kosmologen zufolge bildet die Materie im Weltall auf riesigen Größenskalen ein verzweigtes Netz von Filamenten aus Gas. Die große Mehrheit der Wasserstoffatome sind seit dem Urknall ein Teil dieses weitgehend unveränderten kosmischen Netzwerks. Jetzt ist Forschern der University of California at Santa Cruz und des Max-Planck-Instituts für Astronomie erstmals eine Aufnahme dieser kosmischen Filamentstruktur gelungen. Sie nutzten dafür die intensive Strahlung, die von einem supermassereichen Schwarzen Loch generiert wird und einen kleinen Teil des kosmischen Netzes hell erleuchtet. [mehr]
Teaser 1438688421

Stern-Geburtsstätten sind ganz anders, zeigt ein neuer Wolkenatlas

10. Dezember 2013
Eine mehrjährige Studie der Whirlpool-Galaxie (M51) hat das Bild der Astronomen von den riesigen Molekülwolken verändert, in denen Sterne geboren werden. Die Untersuchung, die einen Katalog mit 1500 solcher Wolken erstellt hat, zeigt, dass die Wolken offenbar in eine Art diffuser Molekül-Nebelschwaden eingebettet sind, welche die gesamte galaktische Scheibe durchziehen. Der Druck, den diese Nebelschwaden ausüben, bestimmt, ob sich in den Wolken neue Sterne bilden oder nicht. Die Studie wurde von Eva Schinnerer vom Max-Planck-Institut für Astronomie geleitet und beruht wesentlich auf Daten der Millimeter-Teleskope von IRAM, Institut de Radioastronomie Millimétrique. [mehr]
Teaser 1438688916

Astronomen gelingt seltener Schnappschuss einer Planetenbaustelle

24. Oktober 2013
Planeten entstehen in Scheiben aus Gas und Staub rund um junge Sterne. Nun ist mit dem Verbundteleskop ALMA und dem Weltraumobservatorium Herschel eine seltene Aufnahme einer Planetenbaustelle in einem unerwarteten Zwischenstadium gelungen: Entgegen den Erwartungen enthält die Scheibe um den Stern HD 21997 sowohl ursprüngliches Gas aus der Zeit der Sternentstehung als auch Staub, der durch die Kollision von Planetesimalen entstanden ist – den urtümlichen kosmischen Gesteinsbrocken, aus denen die sehr viel größeren Planeten entstehen. Dies ist die erste Beobachtung einer solchen »hybriden Scheibe« und dürfte eine Nachbesserung der gängigen Modelle der Planetenentstehung erfordern. [mehr]
Teaser 1438694947

Licht auf krummen Touren:
Astronomen entdecken eine Gravitationslinse in Rekordentfernung

17. Oktober 2013
Ein Astronomen-Team um Arjen van der Wel vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat die bislang am weitesten entfernte Gravitationslinse entdeckt: eine Galaxie die, wie von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie vorhergesagt, das Licht eines deutlich weiter entfernten Objekts ablenkt und verstärkt. Die Entdeckung ermöglicht es, die Masse einer weit entfernten Galaxie direkt zu messen. Aber sie gibt auch ein Rätsel auf: Linsen dieser Art müssten äußerst selten sein. Gemessen an der Zahl der bekannten Beispiele hatten die Astronomen entweder phänomenales Glück oder, wahrscheinlicher: sie haben die Anzahl kleiner, sehr aktiver junger Galaxien im frühen Universum erheblich unterschätzt. [mehr]
Teaser 1438694917

Wo die Unterschiede zwischen Sternen und Planeten verwischen:
Einsame Planeten helfen beim Verständnis der Sternentstehung

9. Oktober 2013
Eine Gruppe von Astronomen, zu der auch Niall Deacon vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) gehört, hat ein Bild eines ungewöhnlichen frei im All treibenden Planeten aufgenommen. Ohne Heimatstern ist das Objekt ungleich einfacher zu untersuchen als ein normaler Planet und verspricht neue Erkenntnisse über die Eigenschaften von Planetenatmosphären. Zu der Frage, wie sich derart massearme Einzelobjekte bilden, liefern unabhängige Beobachtungen von Viki Joergens (MPIA) und Kollegen neue Daten: Die Astronomen fanden heraus, dass ein ganz ähnliches massearmes Objekt auf die gleiche Weise geboren wird wie ein junger Stern – eine wichtige Information für unser Verständnis der Sternentstehung. [mehr]
Teaser 1438694894

Eine Galaxie tankt auf

2. Oktober 2013
Astronomen unter der Leitung von Neil Crighton (Max-Planck-Institut für Astronomie und Swinburne University of Technology) haben kalte Materieströme von Wasserstoff aus der Frühzeit des Universums beobachtet, die in eine ferne Galaxie fließen und dort als Grundstoff für die Entstehung neuer Sterne dienen. Solche Ströme sind ein wichtiger Bestandteil von Modellen, die eine Ära intensiver Sternentstehung vor rund 10 Milliarden Jahren erklären sollen. Die Entdeckung nutzte einen kosmischen Zufall: einen fernen, hellen Quasar, der das Gas wie eine Art kosmischer Scheinwerfer von hinten anleuchtet. Die Entdeckung wurde in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1438694861


Dem Sonnensystem-Zwilling einen Schritt näher: Subaru-Teleskop liefert Bild des »kalten Jupiters« GJ 504 b

5. August 2013
Eine Astronomengruppe, zu der auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, hat eine wichtige Hürde für den Nachweis von fernen Sternensystemen genommen, die unserem eigenen Sonnensystem ähneln: Mit dem Subaru-Teleskop auf Hawaii konnten sie ein Bild des jupiterähnlichen Planeten GJ 405b aufnehmen. Dies ist das erste Bild eines Planeten, der einen sonnenähnlichen Stern (Spektraltyp G) umkreist. GJ 405b ist zudem der bislang kälteste und wahrscheinlich auch der bislang masseärmste Exoplanet, von dem Astronomen bisher Bilder gewinnen konnten. [mehr]
Teaser 1438694854

Sternentstehung ohne Zukunft: NGC 253 und die Grenzen des galaktischen Wachstums

24. Juli 2013
Astronomen gehen seit längerem davon aus, dass überreichliche Sternproduktion in der Gegenwart die Möglichkeiten einer Galaxie einschränkt, auch in Zukunft Sterne zu produzieren. Nun konnte eine Astronomengruppe, zu der auch Fabian Walter vom Max-Planck-Institut für Astronomie gehört, die ersten detailreichen Bilder dieser Art selbstlimitierenden galaktischen Verhaltens aufnehmen: molekulares Gas, Rohmaterial der Sternentstehung, das aus den Sternentstehungsgebieten in der Sculptor-Galaxie (NGC 253) strömt. Die Studie, die das jüngst in Betrieb genommene Verbundteleskop ALMA in Chile nutzt, wird am 25. Juli 2013 in der Zeitschrift Nature veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1438694812

Bislang aussichtsreichste Kandidaten für lebensfreundliche Exoplaneten gefunden

18. April 2013
Ein internationales Wissenschaftlerteam, zu dem auch Lisa Kaltenegger (Max-Planck-Institut für Astronomie) gehört, hat die Entdeckung zweier potenziell erdähnlicher Planeten, Kepler-62e und Kepler-62f mit dem NASA-Weltraumteleskop Kepler bekanntgegeben, die sich in der habitablen Zone des Sterns Kepler-62 befinden. Ihren Radien nach zu urteilen, sollte es sich um Felsplaneten handeln. Damit wären dies die bislang besten Kandidaten für lebensfreundliche Planeten. Die Untersuchungen von Dr. Kaltenegger zeigen, dass beide Planeten in der sogenannten habitablen Zone ihres Sterns liegen, in der flüssiges Wasser vorkommen kann – die Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen. [mehr]
Teaser 1438694604

Genaue Ortsbestimmung für die produktivsten Galaxien im Universum

17. April 2013
Mithilfe des Teleskopverbunds ALMA ist es einer Astronomengruppe gelungen, die Positionen von mehr als 100 der produktivsten sternenbildenden Galaxien im Universum mit unerreichter Genauigkeit zu bestimmen. Die genauen Positionen konnten dazu beitragen, ein die ungeheure Stern-Produktivität dieser Galaxien betreffendes Rätsel zu lösen. Sie zeigen auch, dass frühere Studien beträchtliche Probleme damit hatten, die solche Galaxien überhaupt zuverlässig zu identifizieren – und wie sich diese Probleme durch präzise Messungen vermeiden lassen. [mehr]
Teaser 1438694595

Herschel findet die jüngsten Protosterne

19. März 2013
Eine Gruppe von Astronomen unter der Leitung von Amelia Stutz vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg hat das Herschel Space-Teleskop und das Submillimeter-Teleskop APEX genutzt, um die jüngsten bislang bekannten Protosterne zu entdecken und zu charakterisieren: stellare Embryos, die tief in dichte Staub-Kokons eingebettet sind. Die Entdeckung verspricht neue Einblicke in die frühesten Stadien der Sternentwicklung, und damit auch Aufschluss über die Entstehung unseres eigenen Heimatsterns, der Sonne. Die Arbeit erscheint in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal. [mehr]
Teaser 1438694570

Neuer Ansatz für Jagd nach kosmischem Teilchenbeschleuniger

14. Februar 2013
Astronomen um Sladjana Nikolić vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg haben Teilbereiche des Supernovaüberrests SN 1006 mit nie erreichter Genauigkeit beobachtet. Solche Überreste gelten als Quellen für einen Teil der kosmischen Teilchenstrahlung, welche die Erde trifft. Die Beobachtungen geben erstmals Hinweise auf mögliche Vorläuferteilchen für die kosmische Teilchenstrahlung solcher Objekte. Die neuartige Beobachtungstechnik, die zum Einsatz kam, verspricht eine Vielzahl weiterer Erkenntnisse dazu, wie Supernovaüberreste kosmische Teilchen beschleunigen. Die Ergebnisse werden am 14. Februar 2013 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1438694529

TW Hydrae: Zuwachs bei der uns nächsten Planetenkinderstube

30. Januar 2013
Mithilfe des ESA-Weltraumteleskops Herschel hat eine Gruppe von Astronomen, zu der auch Thomas Henning vom Max-Planck-Institut für Astronomie gehört, auf neue Weise die Masse der Planetenkinderstube TW Hydrae bestimmt – in 176 Lichtjahren Entfernung das uns nächste derartige Objekt und damit für Studien zur Planetenentstehung besonders wichtig. Der neue, deutlich genauere Wert für die Masse ist größer als frühere Schätzungen und zeigt, dass in diesem System Planeten ähnlich denen unseres Sonnensystems entstehen können. Die Ergebnisse werden in der Ausgabe vom 31. Januar der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1438769361

Gigantisches Schwarzes Loch könnte Modelle der Galaxienentwicklung kippen

28. November 2012
Eine Gruppe von Astronomen um Remco van den Bosch vom Max-Planck-Institut für Astronomie haben ein Schwarzes Loch entdeckt, das an den Grundlagen heutiger Modelle der Galaxienentwicklung rüttelt. Mit 17 Milliarden Sonnenmassen ist das Schwarze Loch im Vergleich zur Masse seiner Heimatgalaxie deutlich massereicher, als es diese Modelle vorhersagen. Dies könnte sogar das massereichste bislang bekannte Schwarze Loch überhaupt sein. [mehr]
Teaser 1438781290

Seltenes Bild eines Super-Jupiters wirft neues Licht auf Planetenentstehung

19. November 2012
Einer Forschergruppe unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie ist mit dem Subaru-Teleskop eine seltene Aufnahme eines »Super-Jupiters« gelungen, der den massereichen Stern κ Andromedae umkreist. Der Gasriese hat etwa das 13fache der Masse des Planeten Jupiter, sein Mutterstern das 2,5-fache der Sonnenmasse. Alles deutet darauf hin, dass der Planet ähnlich entstanden ist wie normale Planeten mit geringerer Masse: in einer »protoplanetaren Scheibe« aus Gas und Staub, die den neugeborenen Stern umgab. Das macht die Entdeckung zu einem wichtigen Testfall für aktuelle Modelle der Planetenentstehung und ihre Vorhersagen zu Planeten um massereiche Sterne. [mehr]
Teaser 1440582953

CALIFA enthüllt intime Details von 100 Galaxien

31. Oktober 2012
Die CALIFA-Durchmusterung (Calar Alto Legacy Integral Field Area survey) hat einen ersten Datensatz veröffentlicht, der beispiellos detailreiche Ansichten von hundert Galaxien in unserer kosmischen Nachbarschaft enthält. Die neuen Daten enthalten zum ersten Mal »2 plus 1«-Bilder von Galaxien: Bilder, bei denen jedem Teilbereich eine detaillierte Lichtanalyse (Spektrum) zugeordnet werden kann, die Aufschluss über Dynamik und chemische Zusammensetzung gibt. Daraus lassen sich Struktur, Dynamik und Entstehungsgeschichte von Galaxien rekonstruieren. [mehr]
Teaser 1440582954

Dunkle Wolken, junge Sterne und ein Schuss Hollywood

30. Oktober 2012
Weltraumteleskop liefert neue Erkenntnisse über Sternkinderstuben [mehr]
Teaser 1440582948

50 Jahre Braune Zwerge

17. Oktober 2012
Die Community der Astronomen feiert eine phantastische Entdeckung mit einer internationalen Tagung auf Schloss Ringberg am Tegernsee vom 21. – 24. Oktober. Organisator ist das Max-Planck-Institut für Astronomie Heidelberg. [mehr]
Teaser 1440582957

Astronomie auf dem Königstuhl

4. Juli 2012
Sonntag, den 22. Juli 2012, 10:00 – 17:00 Uhr [mehr]
Teaser 1440592773

Astronomen lösen das Entfernungsrätsel einer Galaxie – und finden heraus, dass sie Gesellschaft hat

13. Juni 2012
Ein internationales Team von Astronomen um Fabian Walter vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat erstmals den Abstand der Galaxie HDF850.1 bestimmt, einer der im Hinblick auf die Entstehung neuer Sterne produktivsten Galaxien überhaupt. HDF850.1 ist demnach 12,5 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Wir sehen die Galaxie deswegen so, wie sie vor 12,5 Milliarden Jahren war, also zu einer Zeit, als der Kosmos weniger als 10% so alt war wie heute. Die Galaxie scheint zusammen mit rund einem Dutzend weiterer Galaxien einen Proto-Galaxienhaufen zu bilden, der weniger als eine Milliarde Jahre nach dem Urknall entstanden ist – einer von nur zwei bislang bekannten Haufen dieser Art. Die Arbeit der Forscher ist jetzt in der Fachzeitschrift Nature erschienen. [mehr]
Teaser 1440592775

Lisa Kaltenegger erhält den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis

23. Mai 2012
Hohe Auszeichnung für die Erforschung der Atmosphären von Planeten außerhalb des Sonnensystems Einen der renommiertesten Wissenschaftspreise Deutschlands – den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) – erhält am 23. Mai 2012 die Heidelberger Astrophysikerin Lisa Kaltenegger für ihre herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Erforschung extrasolarer Planeten. Der mit 16000 EURO dotierte Preis wird im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Berlin durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, und den Präsidenten der DFG, Matthias Kleiner, überreicht. [mehr]
Teaser 1441194629

Erstes Instrument für neues Weltraumteleskop JWST fertiggestellt und an die NASA übergeben

9. Mai 2012
Nach mehr als zehn Jahren Arbeit durch mehr als 200 Wissenschaftler und Ingenieure ist das MIRI-Instrument, das Teil des James Webb-Weltraumteleskops werden wird (des Nachfolgers des Hubble-Weltraumteleskops), offiziell an die NASA übergeben worden. MIRI, eine innovative Kombination aus Kamera und Spektrograf, ist so empfindlich, dass es eine Kerze auf einem der Jupitermonde nachweisen könnte. Wichtige Komponenten des Instruments wurden am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg entworfen und gebaut. [mehr]
Teaser 1441185611

Astronomen entdecken große Mengen an Gas und Staub um ein Schwarzes Loch im frühen Universum

28. März 2012
Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA), der Royal Astronomical Society (RAS) und der Astronomischen Gesellschaft (AG) anlässlich des National Astronomy Meetings (NAM 2012) in Manchester. [mehr]
Teaser 1441185613

Ein Planetensystem aus der Frühzeit des Universums

27. März 2012
Europäische Astronomen haben ein Planetensystem entdeckt, das rund 13 Milliarden Jahre alt sein und damit aus einer der frühesten Phasen kosmischer Entwicklung stammen dürfte. Das System besteht aus dem Stern HIP 11952 und zwei Planeten mit Umlaufzeiten von 290 bzw. 7 Tagen. Üblicherweise entstehen Planeten in Wolken, die schwerere chemische Elemente enthalten. Der Stern HIP 11952 dagegen weist kaum Elemente außer Wasserstoff und Helium auf. Das System verspricht daher, wichtige Informationen darüber zu liefern, wie Planeten bereits im frühen Universum entstehen konnten – unter Bedingungen, die ganz anders sind als bei der Entstehung jüngerer Planetensysteme wie unseres Sonnensystems. [mehr]
Teaser 1441186893

Auch Galaxien praktizieren Recycling

14. März 2012
Ziehen Astronomen Bilanz über die Mengen an Gas und Staub in normalen Galaxien (wie der Milchstraße), dann reichen die nachgewiesenen Mengen nicht aus, um erklären zu können, wie diese Galaxien in dem beobachteten Maße ständig neue Sterne bilden. Als (Teil-)Lösung wurde ein gigantischer Recycling-Kreislauf vorgeschlagen, für den es in unserer galaktischen Nachbarschaft auch konkrete Anzeichen gibt. Nun hat eine neue Studie unter der Leitung von Kate Rubin vom Max-Planck-Institut für Astronomie auch bei entfernteren Galaxien erste direkte Hinweise auf einen wichtigen Baustein galaktischen Recyclings gefunden: Gas, das zu fernen Galaxien zurück fließt, in denen sich neue Sterne bilden. [mehr]
Teaser 1443090900

Schritt für Schritt – Massereiche Sterne in W3Main wurden nicht gleichzeitig geboren

16. Februar 2012
Mit Hilfe des neuen LUCI-1-Instruments am größten Teleskop der Welt, dem Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona, haben Astronomen deutscher Institute erstmals entdeckt, dass die massereichen Sterne in der galaktischen Sternentstehungsregion W3Main nicht gleichzeitig geboren wurden. Diese Entdeckung hat wichtige Konsequenzen für unser generelles Verständnis des Sternentstehungsprozesses und stellt das bisherige einfache Bild in Frage, nachdem sich solche Sterngruppen in einem einzigen Ereignis bilden. Während der letzten Jahre gab es immer mehr Hinweise darauf, dass dieser Prozess in den meisten Fällen offenbar komplexer abläuft. Dank der aktuellen Beobachtungen wissen wir nun, dass Sterne sich nacheinander über einen Zeitraum von mehreren Millionen Jahren bilden können. [mehr]
Teaser 1441194400

Mini-Galaxie frisst Begleiter

9. Februar 2012
Astronomen haben zum ersten Mal eine Zwerggalaxie beobachtet, die gerade dabei ist, sich eine andere, noch kleinere Galaxie einzuverleiben. Welche Rolle Verschmelzungen für die Entwicklung der kleinsten Galaxien spielen, ist eine offene Frage. Nun haben zwei Forschergruppen unter Beteiligung der MPIA-Mitarbeiter David Martínez-Delgado und Michelle Collins unabhängig voneinander einen Beleg dafür gefunden, dass solche Verschmelzungen tatsächlich stattfinden. Ihre Untersuchungen nutzten vergleichsweise kleine Teleskope und stellen Beispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit von professionellen und Amateurastronomen dar. [mehr]
Teaser 1441959670

Feierliche Eröffnung einer irdischen Galaxie

16. Dezember 2011
Am 16. Dezember 2011 um 12.30 Uhr wurde in Heidelberg das spektakuläre galaxienförmige Gebäude des Hauses der Astrononomie eröffnet, eines einzigartiges Zentrums für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. [mehr]
Teaser 1447072499

Dem Sternfunkeln ein Schnippchen schlagen: Zehn Jahre erfolgreiche Beobachtungen mit Adaptiver Optik am VLT

25. November 2011
Heute vor zehn Jahren ging NACO in Betrieb: das erste Adaptive Optik-System am Very Large Telescope der ESO. Adaptive Optik erlaubt es Astronomen, das Funkeln der Sterne – Störungen beim Durchgang des Sternenlichts durch die Erdatmosphäre – auszugleichen und so extrem detailscharfe Bilder von Himmelsobjekten zu erstellen. NACO blickt auf eine beachtliche Galerie wissenschaftlicher Ergebnisse aus zehn Jahren Beobachtungsbetrieb zurück: von der ersten Direktabbildung eines Exoplaneten bis zu Einblicken in die unmittelbare Nachbarschaft des Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Heimatgalaxie. [mehr]
Teaser 1441959825

Magnetfelder bereiten Sternengeburten vor

16. November 2011
Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie haben erstmals die großräumige Ausrichtung von Magnetfeldern in riesigen Gas- und Staubwolken einer anderen Galaxie gemessen. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass Magnetfelder eine Schlüsselrolle dabei spielen, solche Materiewolken zu verdichten und so die Geburt neuer Sterne vorzubereiten. Die Ergebnisse werden am 24. November in der Zeitschrift Nature veröffentlicht (Onlineversion: 16. November). [mehr]
Teaser 1441978541

Ungewöhnlich produktive Zwerggalaxien geben neues Rätsel auf, könnten altes Rätsel lösen helfen

10. November 2011
Mithilfe des Hubble-Weltraumteleskop hat eine Gruppe von Astronomen unter der Leitung von Arjen van der Wel vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg im frühen Universum eine Population kleiner, junger Galaxien entdeckt, die in geradezu atemberaubendem Tempo neue Sterne produzieren. Die üblichen Modelle der Galaxienbildung bieten keine Erklärung für diese extrem hohe Sternentstehungsrate. Sie könnte aber ein anderes Zwerggalaxien-Rätsel lösen: die noch unerklärte Verteilung von Dunkler Materie in diesen Objekten. Die Ergebnisse werden am 10. November im Astrophysical Journal veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1441978541

Suche nach dem Dunklen Kosmos: Max-Planck-Institut für Astronomie
wichtiger Partner bei neuer ESA-Mission

5. Oktober 2011
Das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg ist einer der zentralen deutschen Partner beim Design und Bau des Euclid-Satelliten, der heute von der europäischen Weltraumagentur ESA als eine ihrer zukünftigen Mission ausgewählt wurde. Ziel der Mission ist es, die Natur der so genannten Dunklen Energie zu verstehen, die Astronomen für die beschleunigte Expansion des Kosmos verantwortlich machen – desselben Phänomens also, für dessen Entdeckung in diesem Jahr der Physik-Nobelpreis verliehen wird. Geplanter Starttermin der Mission ist Ende 2019. [mehr]
Teaser 1441978546

Massenmessung enthüllt Geschichte eines Schwarzen Loches und seiner Galaxie

30. September 2011
Mit Hilfe neuester Instrumente und Analysemethoden haben Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie eine neue Technik entwickelt und angewandt, um die Masse einer fast 9 Milliarden Lichtjahre entfernten aktiven Galaxie direkt zu bestimmen. Auf diese Weise lässt sich die gemeinsame Entwicklung von Galaxien und den Schwarzen Löchern in ihren Kernregionen genauer rekonstruieren als bislang möglich. Das erste Ergebnis zeigt, dass der Großteil der kosmischen Geschichte für Galaxien keine Zeit umwälzender Veränderungen war. [mehr]
Teaser 1442492847

Nemesis ein Schnippchen schlagen: Verändert sich das Risiko eines Asteroideneinschlags periodisch?

1. August 2011
Ist es heute wahrscheinlicher oder weniger wahrscheinlich als vor, sagen wir, 20 Millionen Jahren, dass die Erde von einem Asteroiden oder Kometen getroffen wird? Mehrere Studien haben behauptet, dass die Einschlagwahrscheinlichkeit im Laufe der Jahrmillionen periodisch zu- und abnimmt. Nun hat eine neue Untersuchung von Coryn Bailer-Jones vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) gezeigt, dass es sich bei diesen behaupteten periodischen Veränderungen um statistische Artefakte handelt. Seine Ergebnisse zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit eines größeren Einschlags entweder gleich geblieben ist oder während der letzten 250 Millionen Jahre leicht zugenommen hat. [mehr]
Teaser 1442492368

Direkte Einblicke in die Geburtsstätten von Planeten

17. Februar 2011
Neue Beobachtungen mit dem SUBARU-Teleskop auf Hawaii haben die bislang detailliertesten Bilder von den protoplanetaren Scheiben zweier junger Sterne geliefert. Erstmals werden dabei Strukturen von ungefähr der gleichen Größe wie unser eigenes Sonnensystem sichtbar: Ringe und Aussparungen in der Scheibe, die mit der Entstehung von Riesenplaneten zusammenhängen. Die Beobachtungen sind Teil einer systematischen Durchmusterung mit dem Instrument HiCIAO, einer Hochkontrast-Kamera, die auf die Suche nach Exoplaneten und protoplanetaren Scheiben spezialisiert ist. [mehr]

Galaxienzusammenstöße nicht der wichtigste Fütterungsmechanismus für riesige Schwarze Löcher

5. Januar 2011
Eine neue Studie hat unerwartetes Licht auf die Essgewohnheiten der gigantischen Schwarzen Löcher geworfen, die für einige der hellsten Leuchterscheinungen im Universum verantwortlich sind: aktive Galaxienkerne. Bislang waren viele Astronomen davon ausgegangen, dass miteinander verschmelzende Galaxien der wichtigste Mechanismus dafür waren, diesen Schwarzen Löchern Materie zuzuführen. Die jetzt veröffentlichte Studie an 1400 Galaxien – eine der größten für diesen Zweck bislang untersuchten Stichproben – gibt klare Anhaltspunkte dafür, dass die Schwarzen Löcher ihre Nahrung zumindest während der letzten 8 Milliarden Jahre auf weniger gewaltsame Weise vorgesetzt bekommen haben. Der zugehörige Fachartikel ist online zugänglich und erscheint am 10. Januar 2011 im Astrophysical Journal. [mehr]
Teaser 1442926782

Ein Exoplanet aus einer anderen Galaxie

18. November 2010
Astronomen haben den ersten Exoplaneten entdeckt, der aus einer anderen Galaxie stammt. Der Heimatstern des Planeten gehörte zu einer Zwerggalaxie, die vor Milliarden von Jahren von unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, verschluckt wurde. Interesssanterweise kreist der jupiterähnliche Planet um einen Stern, der sich dem Ende seines Lebens nähert. Der Planet scheint dabei bereits die Expansion des Sterns zu einem so genannten Roten Riesenstern überlebt zu haben – interessant auch deswegen, weil unserem Sonnensystem in ferner Zukunft ein ähnliches Schicksal bevorsteht. Die Ergebnisse werden am 18. November in Science Express veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1443090901

Neues astronomisches Phänomen:
»Kernschein« gibt Einblicke in früheste Phase der Sterngeburt

23. September 2010
Die Geburt der Sterne liegt buchstäblich im Dunkeln: Tief im Inneren von Gas- und Staubwolken, aus denen kein Licht nach außen dringt, beginnt Materie unter der eigenen Schwerkraft zu kollabieren. Jetzt hat eine Gruppe von Astronomen im Inneren einer Vielzahl solcher Wolken ein neues astronomisches Phänomen nachweisen können: den Umstand, dass Infrarotlicht an größeren Staubteilchen im Wolkeninneren gestreut wird. Der »Kernschein« liefert Informationen über die frühesten Phasen der Sternentstehung. Die neuen Ergebnisse werden am 24. September 2010 in der Zeitschrift Science veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1443090899

Spirale frisst Zwerg:
Umrankte Galaxien liefern neue Informationen über die Evolution von Spiralgalaxien

7. September 2010
Spiralgalaxien wie unsere Milchstraße wachsen, indem sie sich kleinere Zwerggalaxien einverleiben. Dabei werden die Zwerggalaxien massiv verzerrt, und um die Spiralgalaxie herum entstehen surreal anmutende Ranken und Sternströme. Nun konnte eine neue Himmelsdurchmusterung solche Verschmelzungsspuren erstmals an Galaxien außerhalb unserer kosmischen Nachbarschaft nachweisen. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten, das heutige Bild von der Entstehung von Spiralgalaxien auf die Probe zu stellen. Die neuen Ergebnisse erscheinen am 7. September online als Teil der Oktoberausgabe der Fachzeitschrift Astronomical Journal. [mehr]
Teaser 1443092289

Otto Hahn Medaille für Surhud More

18. Juni 2010
Dr. Surhud More ist einer der Empfänger der diesjährigen Otto-Hahn-Medaillen. Er wird für seine Forschung zu Halos aus Dunkler Materie geehrt, die Galaxien umgeben – Forschung, die er während seiner Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg durchgeführt hat. Die Otto-Hahn-Medaille wird jedes Jahr von der Max-Planck-Gesellschaft an herausragende Nachwuchswissenschaftler verliehen. [mehr]
Teaser 1443615352

Observatorium dreht »Himmels-Film«:
Pan-STARRS beginnt systematische Durchmusterung

16. Juni 2010
Das Projekt Pan-STARRS hat mit einzigartigen Beobachtungen großer Teile des Nachthimmels begonnen, bei denen erstmals systematisch und im großen Stil nach veränderlichen Phänomenen gesucht wird. Die Beobachtungsdaten erlauben die Suche nach Asteroiden, die die Erde bedrohen könnten, geben aber auch Aufschlüsse über einige der größten kosmischen Rätsel wie Dunkle Materie und Dunkle Energie. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Astronomie und extraterrestrische Physik sind mit einer Reihe von Projekten an den Beobachtungen beteiligt, unter anderem an der Suche nach Planeten um ferne Sterne, nach Braunen Zwergen (»gescheiterten Sternen«) und weit entfernten aktiven Galaxien. [mehr]
Teaser 1443615351

Durchbruch für das Large Binocular Telescope:
das LBT liefert schärfere Bilder als Hubble

15. Juni 2010
Dank einer neuen Generation der adaptiven Optik am Large Binocular Telesope (LBT) auf dem Mount Graham in Arizona verfügen Astronomen nun über eine bisher unerreichte Bildqualität im Nah-Infrarot, die sogar diejenige des Hubble-Weltraumteleskops übertrifft. Deutsche Institutionen sind am LBT maßgeblich beteiligt. [mehr]
Teaser 1443615352

Kosmische Geschwindigkeitskontrolle offenbart überraschend unruhigen massereichen Sternhaufen

2. Juni 2010
Mit Hilfe des NASA/ESA-Weltraumteleskops Hubble haben Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg und der Universität zu Köln Sternbewegungen in einem der massereichsten jungen Sternhaufen der Milchstraße hochpräzise vermessen. Dazu verglichen sie Beobachtungen, die zehn Jahre auseinander liegen. Der Vergleich liefert die Bewegungen von Hunderten von Sternen – und eine Überraschung: Unerwarteter Weise haben die Sterne des Haufens noch keinen langfristig stabilen Gleichgewichtszustand erreicht. Die Ergebnisse sind als »Letter« im Astrophysical Journal veröffentlicht worden. [mehr]
Teaser 1443791059

Weltraumteleskop HERSCHEL: Erfolgreiches erstes Jahr für deutsche Forscher

6. Mai 2010
Ein Jahr nach dem Start des ESA-Weltraumteleskops HERSCHEL ziehen deutsche Wissenschaftler eine positive Bilanz. Erste Beobachtungen mit dem derzeit größten Weltraumteleskop haben neue Erkenntnisse über die Entstehung von Sternen, über Staub in fernen Galaxien und über Moleküle im fernen Weltall geliefert. HERSCHEL ist besonders gut für die Erforschung der kältesten Materie unseres Universums geeignet. [mehr]
Teaser 1443790318

Das Unsichtbare sichtbar machen

21. April 2010
Ein neues Arbeitspferd für das größte optische Teleskop der Welt [mehr]
 
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