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Max-Planck-Gesellschaft und Universität etablieren in Heidelberg eine gemeinsame »International Max Planck Research School« für Astronomie und Kosmische Physik

28. Juli 2004

Die fünf Institute, an denen in Heidelberg astronomische Forschung betrieben wird, haben sich erfolgreich um die Einrichtung einer »International Max Planck Research School« beworben. Die Schule wird für zunächst 40 Doktoranden aus aller Welt eine dreijährige Ausbildung in der experimentellen und theoretischen Forschung auf dem Gebiet der Astronomie und der kosmischen Physik unter hervorragenden Bedingungen bieten.

Die Max-Planck-Institute für Astronomie und für Kernphysik (Forschungsbereich Astro- und Teilchenphysik), das Astronomische Recheninstitut, das Institut für Theoretische Astrophysik und die Landessternwarte hatten die Einrichtung der IMPRS gemeinsam bei der Max-Planck-Gesellschaft beantragt. Sämtliche beteiligten Institute genießen einen hervorragenden Ruf auf unterschiedlichen Gebieten der astronomischen Forschung, die sich in Heidelberg um zwei hoch aktuelle Schwerpunkte anordnen: die Entstehung und Entwicklung von Sternen und Planetensystemen in unserer kosmischen Nachbarschaft, und die Entwicklung des Kosmos als Ganzes, insbesondere die Bildung der Galaxien im jungen Universum. Neben der aktiven Forschung an vorderster Front bieten in Heidelberg insgesamt etwa 30 Dozenten Vorlesungen und Seminare an, dazu kommen Kolloquien und Arbeitstreffen zahlreicher internationaler Gastwissenschaftler. Alle fünf Institute sind in bedeutende internationale Kollaborationen eingebunden. Sie sind an der Entwicklung und Nutzung der weltweit größten bodengebundenen Teleskope wie auch an den wissenschaftlichen Raumfahrtmissionen der ESA und NASA maßgeblich beteiligt.

Dieses günstige Umfeld und die bereits in der Vergangenheit sehr erfolgreiche langfristige Zusammenarbeit der Institute, etwa im Rahmen mehrerer Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft, konnten das Gremium internationaler Gutachter überzeugen. Diese neue, gemeinsame Initiative der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Heidelberg wird an den fünf beteiligten Instituten zunächst insgesamt 40 international ausgewählten Doktoranden ein dreijähriges Stipendium und die Chance eines optimalen Einstiegs in die astronomische Forschung bieten.

Die Schule wird, beginnend mit 2005, zunächst für sechs Jahre ausgelegt. Nach vier Jahren wird sich das Projekt einer Evaluation und Begutachtung unterziehen, bevor über seine Fortführung entschieden wird.

Mit der Gründung der International Max Planck Research Schools an Orten, wo in einzelnen Fachgebieten die konzentrierte Zusammenarbeit zwischen Max-Planck-Instituten und Universitäten besonders erfolgreich ist, wollen Max-Planck-Gesellschaft und Universitäten ihre gemeinsamen Bemühungen weiter verstärken, dringend erforderliche wissenschaftliche Nachwuchskräfte für eine Promotion in Deutschland zu gewinnen, sie dabei auch mit den hiesigen Forschungseinrichtungen vertraut zu machen und das Interesse für eine spätere Tätigkeit in Deutschland oder für Formen der Zusammenarbeit mit deutschen Wissenschaftsorganisationen zu wecken. Das Angebot richtet sich an besonders qualifizierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Inland und vor allem dem Ausland. Durch die Research Schools sollen die wissenschaftlichen Ausbildungs- und Qualifikationsmöglichkeiten für den internationalen Forschernachwuchs in Deutschland weiter verbessert werden, wobei sich auch Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft verstärkt am universitären Unterricht beteiligen. Seit Beginn dieses Projekts im Jahr 2000 haben bereits 29 Max-Planck-Forschungsschulen in den verschiedensten Disziplinen ihre Arbeit aufgenommen. Weitere Neugründungen sind für die kommenden Jahre vorgesehen.

Weltweit gibt es derzeit rund zwei Millionen Studenten, die nicht in ihrer Heimat, sondern in einem anderen Land studieren. Doch davon kommen nur acht Prozent nach Deutschland; dagegen werben die USA mittlerweile ein Drittel dieser Studenten an. Die International Max Planck Research Schools sollen vor allem die internationale Zusammenarbeit fördern und eine deutlich höhere Anzahl ausländischer Bewerber für eine Promotion in Deutschland gewinnen. Die Förderplätze für Doktoranden werden daher international ausgeschrieben. Die Auswahl der Bewerber erfolgt nach Qualifikation und Eignung für spezielle Forschungsgebiete durch die an der Einrichtung der jeweiligen Schule beteiligten Wissenschaftler. Mindestens die Hälfte der zur Verfügung stehenden Förderplätze soll an ausländische Bewerberinnen und Bewerber vergeben werden.

Durch die Kooperation von Max-Planck-Instituten und Universitäten erschließen sich den Doktorandinnen und Doktoranden die Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten beider Partner, die eine gemeinsame wissenschaftliche Betreuung sicherstellen. Insbesondere solche Promotionsvorhaben, die wie in der Astronomie eine besondere Ausstattung mit Forschungsgeräten voraussetzen, können unter diesen Bedingungen besser verwirklicht werden. Die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt die von den beteiligten Partnern getragenen Research Schools zusätzlich mit zentralen Mitteln.

 
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