Dissertationspreis der IAU für Maximilian Häberle
Maximilian Häberle ist von der Internationalen Astronomische Union (IAU) mit dem Dissertationspreis für den Bereich „Grundlagen der Astronomie“ ausgezeichnet worden. Wie bereits die MPG, würdigt auch die IAU seine Doktorarbeit rund um die Bestätigung der Existenz eines mittelschweren schwarzen Lochs im Sternhaufen Omega Centauri.
Für die bemerkenswertesten und einflussreichsten Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in ihren jeweiligen Fachgebieten verleiht die IAU jährlich den IAU-Doktorandenpreis. Im Bereich A (Grundlagen der Astronomie) ist diesmal Maximilian Häberle Preisträger, der bis vor kurzem am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in der Lise-Meitner-Gruppe „Galaktische Kerne“ unter der Leitung von Nadine Neumayer arbeitete und seine Doktorarbeit mit dem Titel „A New Kinematic View of the Globular Cluster Omega Centauri“ an der Universität Heidelberg abschloss.
In seiner Arbeit untersuchte Maximilian Häberle hochaufgelöste Hubble-Bilder des zentralen Bereichs von Omega Centauri und konnte durch seine detaillierte Analyse der Kinematik der Sterne klare Evidenz für ein zentrales Schwarzes Loch mittlerer Masse von mehr als 8.200 Sonnenmassen im Zentrum von Omega Centauri finden. Die Entdeckung stellt das lange gesuchte fehlende Bindeglied zwischen „kleinen“ stellaren Schwarzen Löchern und den supermassereichen Schwarzen Löchern im Zentrum großer Galaxien dar.
Die Internationale Astronomische Union (IAU) ist die weltweit größte Berufsorganisation der Astronomie. Neben der Forschung fördert die 1919 gegründete IAU auch weltweit die Wissenschaftskommunikation, Weiterentwicklung und Bildung in diesem Forschungsfeld. Sie ist zudem eine international anerkannte Behörde für die Benennung von Himmelsobjekten. Heidelberg ist nicht nur durch seine astronomische Spitzenforschung mit der IAU verbunden, sondern auch dadurch, dass das Haus der Astronomie (HdA) auf dem Campus des MPIA das Hauptbüro des IAU Office of Astronomy for Education (OAE) beherbergt.
Maximilian Häberle wird eingeladen werden, während der 33. IAU-Generalversammlung im August 2027 in Italien seine Arbeit vorzustellen.
Weitere Einzelheiten mit Bild- und Videomaterial zu seiner Arbeit finden Sie in dieser Pressemitteilung und in dieser Meldung zur Verleihung der Otto-Hahn-Medaille durch die MPG
Die Pressemitteilung der IAU (englisch) finden Sie hier.
KJ/MH/NN
